<b>von Florian Mair</b><BR /><BR />Zufrieden blickt Mairinghof-Bauer Harald Paris auf seine Haferfelder am Schlanderser Nördersberg, auf denen bald die Ernte ansteht. Seit einigen Jahren baut er für die Sennerei Algund Biohafer an, die daraus ihren Haferdrink Hafena herstellen lässt.<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-66160220_quote" /><BR /><BR /><BR /> „Der Haferanbau ist für mich ein interessanter Nebenverdienst: Der Marktpreis für einen Kilogramm Hafer liegt bei etwa 30 Cent, wir bekommen 2 Euro“, sagt Paris. <h3> Alles bio</h3>„Es ist uns wichtig, unseren Bauern faire Konditionen zu bieten und ihnen damit neue Perspektiven zu eröffnen“, betont Projektleiterin Eva Haller. <BR /><BR />„Der Anbau des Hafers für Hafena erfolgt derzeit durch Bauern im Vinschgau und im Pustertal, die sich der ökologischen Landwirtschaft verschrieben haben und biozertifiziert sind“, fährt Eva Haller fort. <BR /><BR /><embed id="dtext86-66160224_quote" /><BR /><BR /> Sie hatte die Idee für den Haferdrink. „2023 wurden auf einer Fläche von etwa 12 Hektar circa 26.000 Kilogramm Hafer geerntet. Heuer wurde die Anbaufläche auf rund 17 Hektar erweitert. 18 Bauern bauen für uns als Sennerei Biohafer an“, berichtet sie. <BR /><BR />Die Sennerei Algund biete mit Hafena eine umweltfreundliche und vor allem gesunde Alternative, aber keine Konkurrenz zur herkömmlichen Kuhmilch, unterstreicht Haller. Es gebe viele Menschen, die aus gesundheitlichen oder auch aus ethischen Gründen auf Milch verzichten. Besonders geeignet sei Hafena für Menschen mit Laktoseintoleranz und für Veganer. <h3> Die Ziele der Sennerei</h3>Hafena, eine Marke der Algunder Sennerei, werde von einem Partnerunternehmen hergestellt – genau nach den Vorgaben von Eva Haller und ihres Vaters Stefan, der Geschäftsführer der Sennerei ist.<BR />„Großes Ziel ist es natürlich, den Drink irgendwann selbst in Algund herzustellen und abzufüllen sowie die Vermarktung über Südtirol hinaus baldmöglichst in Angriff zu nehmen“, kündigt die engagierte Projektleiterin an. <BR />Der Hafena-Absatz sei auf jeden Fall gut, weshalb das Projekt mit dem Biohafer ausbaufähig sei. Demnächst komme auch ein „Joghurt“ auf den Markt, das „Yo Guat“ mit Südtiroler Biohafer, verrät Eva Haller. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1062204_image" /></div> <BR /><BR /> Der laktosefreie Hafena-Drink enthält 15 Prozent Hafer und zeichnet sich laut Haller durch seinen milden Geschmack und seine cremige Konsistenz aus. Er lasse sich sogar gut aufschäumen. Sämtliche Inhaltsstoffe von Hafena seien biologischer Herkunft. „Der Biohafer kommt zur Gänze aus Südtirol, die restlichen Produkte sind hier im Land leider nicht verfügbar“, berichtet die Projektleiterin. <h3> Wechselwirtschaft – gut für den Ertrag</h3>Biobauer Harald Paris erklärt, dass er am Mairinghof Wechselwirtschaft betreibe, was bedeute, dass er die Parzellen wechselweise als Acker- oder Grasland nutze. „Mit dem Wechsel gibt es immer super Erträge, weil der Boden nicht einseitig ausgelaugt wird. Darüber hinaus hat man Krankheiten und das Unkraut im Griff“, weiß Paris. <BR /><BR />3 Jahre werde eine Fläche als Acker genutzt, und dann 2 Jahre als Wiese. Dann wiederhole sich das Ganze von vorn. <BR /><BR />Gedüngt werden die Felder mit Mist und Gülle vom Vieh am Mairinghof. Das Stroh des Hafers verwendet Paris als Einstreu. „Wenn ich eine Kuh trockenstellen will, kann ich das Stroh auch verfüttern – wenn die Qualität stimmt“, sagt er. Haferstroh sei weicher als Roggenstroh. „Die Tiere fressen es deshalb auch lieber“, fügt er hinzu.