Woran die RoLa krankt? Der Sprecher von ÖBB Tirol nennt 3 Gründe.<BR /><BR />Die Auslastung der gefahrenen Züge sank im Schnitt auf rund 79 Prozent und damit um 4,5 Prozent. Dem gegenüber stand allerdings eine seit 2019 gemäß dem Berliner Zehn-Punkte-Programm vereinbarte Aufstockung der (theoretischen) RoLa-Kapazitäten von 231.700 auf nunmehr 317.800 Lkw pro Jahr. Damit wurden im Jahr 2022 letztlich nur 40 Prozent des Potenzials ausgeschöpft.<BR /><BR />Doch was sind die Gründe für den Einbruch des Huckepack-Verkehrs? ÖBB-Tirol-Pressesprecher Christoph Gasser-Mair nennt deren drei. Einer sei in den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine zu suchen. Hier habe man „einen sehr deutlichen Rückgang an Lkw“ aus dem osteuropäischen Raum festgestellt. Auch die Sanktionen gegen Russland seien hier zu spüren. <h3> Baustellen bremsen die RoLa</h3>Zweitens spiele auch das Flotten-Umrüsttempo internationaler Frächter eine Rolle. Dies führe nämlich dazu, dass auf der RoLa nicht mehr so viele Güter transportiert werden müssten, die vom sektoralen Transportverbot auf der Inntalautobahn betroffen sind. Weil eben die modernsten Lkw von diesen Fahrverboten ausgenommen sind.<BR /><BR />Und letztlich dürfe auch die Verfügbarkeit der Infrastruktur nicht unbeachtet gelassen werden, so Gasser-Mair: Stichwort Schienen-Baustellen. Unter anderem habe es 2020 eine Zehn-Tage-Sperre bei der RoLa aufgrund eines Weichentausches beim Terminal Brennersee gegeben. Ebenso sei aber die Strecke Brenner – Trento nicht immer frei befahrbar gewesen. Hinzu kämen ungeplante Ereignisse wie Brände oder Hangrutschungen.<BR /><BR />Was das erste Halbjahr 2023 betrifft, setzt sich der Negativ-Trend bei der RoLa laut ÖBB fort. Allein im Juli lag das Aufkommen 12,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Und das, obwohl erst im Mai eine Preissenkung durchgeführt wurde. Was die ungenutzten Kapazitäten betrifft, so würde „der derzeitige Bedarf die geplante Hochlaufphase nicht rechtfertigen“.<BR /><BR />