Der heimische Tourismus zeigt sich in den ersten drei Monaten der Sommersaison stabil, auch wenn etwas weniger Gäste nach Südtirol gekommen sind als noch im Vorjahr. Die Zahl der Ankünfte ging laut Landesstatistikamt um 2,3 Prozent zurück, jene der Übernachtungen sank um rund ein Prozent.<BR /><BR />Auffällig ist dabei vor allem der Monat Juli, der bekanntlich heuer überaus kühl und nass war: Südtirols Beherbergungsbetriebe verzeichneten 12 Prozent weniger Ankünfte und etwa 5 Prozent weniger Nächtigungen.<BR /><BR /> Der Juni hingegen legte mit einem Plus von jeweils 17 Prozent deutlich zu. Dieser Anstieg lässt sich jedoch vor allem mit dem Ferienkalender erklären: Die Pfingstferien fielen heuer in den Juni, während sie im Vorjahr noch im Mai lagen.<h3> Gerade der deutsche Markt schwächelt</h3>In der ersten Hälfte der Sommersaison nimmt die Zahl der deutschen Gäste ab. Die Zahl der Ankünfte aus Deutschland ist um fast 10 Prozent zurückgegangen, die Übernachtungen sanken um 7,4 Prozent.<BR /><BR />„Wir wissen schon seit einiger Zeit, dass der deutsche Markt aufgrund der dortigen wirtschaftlichen Lage schwächelt“, kommentiert Manfred Pinzger, Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), die aktuelle Bilanz.<BR /><BR />Wenig überraschend fällt das Minus im Westen Südtirols deutlicher aus als im Osten. „Gerade das Burggrafenamt ist stark vom deutschen Markt abhängig, was sich jetzt auch in den Zahlen widerspiegelt“, erklärt Pinzger. Dort gingen die Ankünfte in den vergangenen drei Monaten um 4,3 und die Übernachtungen um rund drei Prozent zurück. <BR /><BR />Umso wichtiger sei es, die internationalen Märkte weiter voranzutreiben und vom Dolomitenraum auch auf andere Gebiete zu lenken, ist der HGV-Chef überzeugt. „Meran bringt alle Voraussetzungen mit, um künftig auch vom internationalen Markt mitzunaschen.“<h3> Optimistisch auf die nächsten Monate</h3>Für die kommenden drei Monate zeigt sich Pinzger zuversichtlich: „Ich gehe davon aus, dass der August, der September und der Oktober das leichte Minus der ersten Saisonhälfte ausgleichen werden.“<BR /><BR />Auch im Hinblick auf Ferragosto, eine Zeit, in der traditionell viele Italiener ihren Sommerurlaub antreten, zeigt sich die Buchungslage insgesamt zufriedenstellend. Allerdings konzentriert sich dieses Gästeklientel verstärkt auf den Osten Südtirols und den Dolomitenraum. „Im Westen hingegen ist die Stimmung daher eher verhalten“, so Pinzger.