Donnerstag, 11. März 2021

Handelskammer Bozen: „Sinkende Coronazahlen sprechen für Lockerungen“

Die Handelskammer Bozen setzt sich dafür ein, dass angesichts sinkender Covid-19-Neuinfektionen sowie der relativ stabilen Situation bei den Krankenhausaufenthalten Lockerungen angedacht werden. Die Südtiroler sollten wieder arbeiten dürfen, auch da das Infektionsgeschehen zu einem großen Teil im privaten Bereich stattfindet.

Die Handelskammer Bozen setzt sich für Lockerungen ein.
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Die Handelskammer Bozen setzt sich für Lockerungen ein. - Foto: © Gemeinde Bozen
Die Corona-Neuinfektionen sind in Südtirol mittlerweile rückläufig und auch was die Zahl der Krankenhaus- sowie der Intensivpatienten betrifft, zeigt sich eine relative Stabilisierung. Selbst von Seiten der Wissenschaft werde dies bestätigt.

Die Handelskammer Bozen setzt sich infolgedessen dafür ein, dass nun Lockerungen angedacht werden und die Wirtschaftstreibenden samt deren Beschäftigten wieder ihrer Arbeit nachgehen können.

„Die Zahlen des Südtiroler Sanitätsbetriebs lassen bei genauer und vorsichtiger Betrachtung keinen Krankenhausnotstand erkennen, da sich die Anzahl der Patienten auf den Normalstationen verringert hat“, heißt es in der Aussendung der Handelskammer am Donnerstag.

Dafür präsentiere sich die Situation der heimischen Wirtschaft verheerend: „Von Oktober 2020 bis Februar 2021 verzeichnete Südtirols Wirtschaft einen Umsatzverlust von sage und schreibe 22,7 Millionen Euro pro Tag.“



In Südtirol gibt es keine Erhebungen zum Infektionsumfeld, das heißt zu den Bereichen, wo sich die Menschen mit dem Virus anstecken.

„ Betrachtet man jedoch die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI), das das Infektionsumfeld in Deutschland seit Beginn der Corona-Epidemie untersucht, sticht ins Auge, dass es vor allem in den privaten Haushalten (30 Prozent) und in den Alten- und Pflegeheimen (31 Prozent) am meisten zuordenbare Fälle von Corona-Ausbrüchen gibt“, heißt es in der Aussendung weiter.

Noch deutlicher seien folgende Daten: „Lediglich 6 Prozent der bundesdeutschen Fälle sind auf Ansteckungen am Arbeitsplatz zurückzuführen. In Gastbetrieben erfolgte sogar nur ein Prozent der Fälle.“

„Geht man davon aus, dass sich die Situation in Südtirol ähnlich verhält wie in Deutschland, ist es nun höchst an der Zeit, dass die Südtiroler Unternehmer und deren Mitarbeiter an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Für das Fortbestehen von vielen heimischen Betrieben, beispielsweise im Handel oder Tourismus, sind rasche Lockerungen überlebenswichtig“, so Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen.

stol