Montag, 29. Juli 2019

Handelskammer: Einsatz für Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Der Beirat für die Förderung des weiblichen Unternehmertums der Handelskammer Bozen setzt sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein.

 Christa Ladurner, Koordinatorin der Fachstelle Familie beim Forum Prävention, fordert Lösungen damit die Last des Nachwuchses nicht einzig auf die Mütter zurückfällt.
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Christa Ladurner, Koordinatorin der Fachstelle Familie beim Forum Prävention, fordert Lösungen damit die Last des Nachwuchses nicht einzig auf die Mütter zurückfällt. - Foto: © STOL

Eine verstärkte Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik, Gemeinden, Schulen und Kindergärten zur Findung zukunftsorientierter Modelle zur Kinderbetreuung, die Familien entlasten, soll angestrebt werden. Die Mitglieder des Beirats für die Förderung des weiblichen Unternehmertums äußern ihre Besorgnis angesichts des Rückbaus der Angebote im Kindergarten und in der Schule. Familien sind nach wie vor für jedes Kind und jede Bildungsstufe mit neuen Rahmenbedingungen (Öffnungszeiten, Kosten) konfrontiert.

Eltern müssen ihre Arbeitszeiten anpassen und vor allem Mütter scheitern häufig an der Vereinbarkeit. Die langen Ferienzeiten im öffentlichen Bildungsbereich stellen Eltern, aber auch Arbeitgeber ebenso vor eine große Herausforderung. "Es ist wichtig, dass Tische eingerichtet werden, an denen mit Entscheidungsträgern an zukunftsweisenden Konzepten gearbeitet wird. Es ist dringend nötig die Bildungs- und Betreuungsangebote von null bis 14 Jahren künftig besser aufeinander abzustimmen. Wir fordern neue Ansätze mit verlängerten Modellen, in denen die Schule ein offener Raum wird, in dem auch Angebote aus dem Sport, dem Vereinswesen, der Musik, der Jugendarbeit ihren Platz finden. Es ist Zeit eltern- und kindgerechte Lösungen zu finden", so Christa Ladurner, Koordinatorin der Fachstelle Familie beim Forum Prävention.

Ladurner hat kürzlich auf Einladung des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums einen Vortrag zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Handelskammer gehalten. "Berufstätige Eltern wünschen sich mehr Bildungs- und Betreuungsmodelle. Das Schaffen von Ganztagesangeboten in jedem größeren Einzugsgebiet, auch im Sommer, wäre für viele Familien eine Entlastung. Das bedeutet aber nicht mehr Schule, sondern das Entwickeln neuer kinder- und familienfreundlicher Modelle. Auch die Betriebe selbst können dazu einen Beitrag leisten", erklärt Marina Rubatscher Crazzolara, Vorsitzende des Beirats für die Förderung des weiblichen Unternehmertums.

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stol