„Die Ergebnisse sind enttäuschend: Nur die Hälfte der jungen Mitarbeiter haben ausreichende Sprachkompetenzen, bei den älteren Mitarbeiter sinkt dieser Anteil erneut bis auf etwa ein Drittel“, so die Handelskammer in einer Aussendung. Handelskammerpräsident Michl Ebner ist der Meinung, dass man auf diese Situation schnell und gemeinsam reagieren muss: „Bessere Sprachkenntnisse sind für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes unerlässlich.“Rund tausend Unternehmen verschiedener Betriebsgrößen und Wirtschaftssektoren wurden befragt. Die Ergebnisse geben Einblick in die Sprachenvielfalt der Südtiroler Unternehmenswelt.Die Analyse des WIFO zeigt, dass Südtirol im Bereich der Sprachkompetenzen Nachholbedarf hat: Laut den befragten Unternehmen besitzen nur 52 Prozent der jungen Mitarbeiter ausreichende Sprachkenntnisse und bei älteren Mitarbeiter sinkt die Quote bis auf 36 Prozent. Die Situation ist in den kleinen Betrieben noch problematischer als in größeren Unternehmen. „Sehr wichtig für die Produktivität und zum Teil auch für die Arbeitssicherheit ist eine gute Kommunikation mit den ausländischen Mitarbeiter. Auch hier gibt es Schwierigkeiten: Zwar sind die Italienischkenntnisse zufriedenstellend, nicht aber die Kenntnisse der deutschen Sprache“, betont die Handelskammer.Diese Ergebnisse sind mit ein Grund, dass die „Zukunftswerkstatt Südtirol”, eine gemeinsame Initiative verschiedener Wirtschafts- und Sozialverbände, Gewerkschaften und Institutionen, koordiniert durch die Handelskammer Bozen, in diesem Jahr der Mehrsprachigkeit gewidmet ist. Ab 30. Mai 2012 finden zu diesem Thema Diskussionsveranstaltungen in Wolkenstein, Klausen, Bruneck, Bozen, Meran und Schlanders statt. „Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen“, so die Handelskammer.