Dienstag, 08. Juni 2021

Handelskammer plant Talentcenter: Kooperation mit Steiermark

Für die Einrichtung des geplanten Talentcenters in der Handelskammer Bozen fand in den letzten Jahren ein intensiver Wissenstransfer von der Wirtschaftskammer Steiermark nach Bozen statt. Ein Talentcenter soll dazu dienen, Mittelschüler auf ihre kognitiven und praktischen Fähigkeiten hin zu testen, um ihnen damit die Berufswahl zu erleichtern.

Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen.
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Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen. - Foto: © Handelskammer
Im Alter zwischen 13 und 15 Jahren treffen die Schüler mit der Wahl des weiteren Bildungs- bzw. Berufsweges eine wichtige Entscheidung für ihre Zukunft. Das Talentcenter hilft ihnen dabei ihre Fähigkeiten zu testen und einzuschätzen, in welchen Bereichen ihre Stärken und Schwächen liegen. Ganz nach dem Motto: Wenn man etwas gut kann, macht es einem mehr Freude.

Nach dem Vorbild des Talentcenters der Wirtschaftskammer (WKO) Steiermark möchte die Handelskammer Bozen ein Talentcenter als Berufsorientierungseinrichtung in Bozen errichten. Der Talentcheck der WKO Steiermark bietet durch den Kooperationspartner der Universität Graz ein Berufsorientierungsangebot auf höchstem wissenschaftlichem Niveau. Durch diese wissenschaftliche und objektive Fundierung konnte das Angebot bereits im Jahr 2019 weltweit überzeugen und wurde mit dem Titel „Best education and training project“ gekürt.

Kooperation zwischen der Steiermark und Südtirol

Der Erfolg des Talentcenters in Graz führt nun zu einer Kooperation zwischen der Steiermark und Südtirol, im Rahmen derer ein Talentcenter in Bozen nach steirischem Vorbild entstehen soll. Gleichzeitig erfolgt eine teilweise Neu- und Weiterentwicklung bestimmter Testverfahren in Zusammenarbeit mit der Universität Graz sowie der Freien Universität Bozen. Von dieser Weiterentwicklung profitieren sowohl die steirischen als auch die Südtiroler Jugendlichen bei ihrer Berufsorientierung.

„Aufgrund des Transfers von Know-how vonseiten der Wirtschaftskammer Steiermark muss die Handelskammer Bozen bei der Einrichtung des Talentcenters in Bozen nicht bei null anfangen. In Zukunft werden wir diese Kooperation weiter forcieren“, informieren gemeinsam Josef Herk, Präsident der Wirtschafskammer Steiermark und Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen.

Neue Beratungsmöglichkeiten

„Das geplante Talentcenter ermöglicht neue Beratungsmöglichkeiten in der Berufsorientierung und soll insbesondere das Interesse für technische Berufe bei Südtiroler Jugendlichen fördern. Somit unterstützt es den Austausch zwischen Schule und Wirtschaft, was der Handelskammer und dem lvh.apa ein wichtiges Anliegen ist“, ergänzt Martin Haller, Präsident des lvh.apa.

Die Kooperation ist aber nicht nur auf die Entwicklung und Durchführung der Talentchecks beschränkt. Es ist auch angedacht, im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung sowie der internationalen Vernetzung weitere Initiativen zu setzen. Dies umfasst unter anderem die Organisation von Praktika für Schüler/innen und Lehrlinge im jeweils anderen Land. Dadurch werden diese die Möglichkeit haben, wichtige internationale Erfahrungen zu sammeln, welche sie dann in die heimischen Betriebe miteinbringen können.

stol

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