Die Veröffentlichung „Wirtschafts- und Sozialpolitik – Ein Leitbild für Südtirol“ solle ein Impulsdokument für die Diskussion rund um die Zukunft Südtirols sein, hieß es auf einer Pressekonferenz in Bozen.Die Handelskammer Bozen habe die wesentlichen Probleme Südtirols analysiert und schlage Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung vor, die das Wirtschaftswachstum mit den Anforderungen nach sozialem Fortschritt und Umweltschutz vereinten, heißt es in einer Aussendung.„Das Leitbild wurde unter Einbeziehung der Sozialpartner ausgearbeitet und kann auch einen wichtigen Beitrag zur Neufassung des Landesentwicklungs- und Raumordnungsplan (LEROP) darstellen“, erklärte Handelskammerpräsident Michl Ebner.Mit der Publikation „Wirtschafts- und Sozialpolitik – Ein Leitbild für Südtirol“ schlage die Handelskammer Bozen Maßnahmen und Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in Südtirol vor.Diese erfordere die Vereinbarkeit verschiedener Zielsetzungen.„In erster Linie geht es darum, unserem Land durch die Steigerung der Erwerbsquote, der Beschäftigungsquote und der Produktivität sowie durch die Umsetzung von günstigen Rahmenbedingungen für die Unternehmen ein angemessenes Wirtschaftswachstum zu sichern. Gleichzeitig müssen auch die Forderungen nach sozialem Fortschritt und Umweltschutz berücksichtigt werden“, betonte Ebner.Vor diesem Hintergrund sei das Wirtschaftswachstum nicht nur die Grundlage für die Beibehaltung der Beschäftigung und die Steigerung der Familieneinkommen, sondern auch, über die Steuereinnahmen, für die Finanzierung von öffentlichen Dienstleistungen wie Gesundheitswesen, soziale Betreuung, Ausbildung, Sicherheit und Umweltschutz.„Bei der Analyse werden die Veränderungen berücksichtigt, die in den nächsten Jahren auf demografischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene auf unser Land zukommen.“Diese Veränderungen müssten zudem in einer Zeit mit knapperen finanziellen Mitteln gemeistert werden. Die Notwendigkeit zum Sparen werde die politischen Entscheidungsträger deshalb sehr stark konditionieren.„Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen die laufenden Ausgaben gekürzt, die nötigen Investitionen getätigt und die verfügbaren Ressourcen optimal genutzt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit Südtirols als Standort langfristig zu sichern“, heißt es abschließend.Den gesamten Maßnahmenkatalog der Handelskammer gibt es hier: Maßnahmenkatalog.doc 96,50 kB