Donnerstag, 31. August 2017

Handelskammer: Südtiroler Wegenetz an Bedürfnisse der Zukunft anpassen

Die Führungsspitzen der Handels- und Wirtschaftskammern sowie politische Vertreter der Euregio haben sich beim Forum Alpbach getroffen, um über die Mobilität im Alpenraum und die zukünftige Entwicklung des Verkehrs in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino zu diskutieren.

Jährlich überqueren 2,1 Millionen LKWs den Brenner und der Warentransport wird laut Schätzungen bis 2030 um weitere 25 Prozent zunehmen, rechnet die Handelskammer vor.
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Jährlich überqueren 2,1 Millionen LKWs den Brenner und der Warentransport wird laut Schätzungen bis 2030 um weitere 25 Prozent zunehmen, rechnet die Handelskammer vor. - Foto: © D

Der technologische Fortschritt im Bereich Mobilität schreite unaufhaltsam voran und deshalb sei es wichtig bereits heute zu beginnen, die Infrastrukturen an die Bedürfnisse von morgen anzupassen, schreibt die Handelskammer am Donnerstag.

Jährlich überqueren 2,1 Millionen LKWs den Brenner und der Warentransport wird laut Schätzungen bis 2030 um weitere 25 Prozent zunehmen, rechnet die Handelskammer vor. Er werde sich aber auch zunehmend verändern, denn im Bereich der Mobilität stünden bahnbrechende und bedeutende Veränderungen in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren bevor. Etwa die E-Mobilität oder autonomes Fahren.

Handelskammer: Infrastruktur anpassen

Deshalb sei es wichtig langfristig zu denken und die heutige Infrastruktur entsprechend anzupassen, um nicht den Anschluss zu verpassen, hält die Handelskammer fest und denkt dabei etwa an neue Ladestationen oder eigene Vorzugsspuren für Elektrofahrzeuge.

Ebner: Müssen Zukunft jetzt planen

„Wir brauchen heute schon eine verkehrspolitische Strategie, damit wir mit der Technologie mitgehen können und anfangen können, das Südtiroler Wegenetz an die Bedürfnisse der Zukunft anzupassen“, sagt Handelskammerpräsident Michl Ebner: „Wir müssen jetzt beginnen, die Infrastruktur der Zukunft zu planen.“

Doch auch kurzfristig gäbe es Handlungsbedarf, um die aktuellen Verkehrsprobleme wie die chronische Überlastung und die daraus resultierenden Staus auf Südtirols Straßen in den Griff zu bekommen.

„Die dringend notwendigen organisatorischen und infrastrukturellen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation auf den Straßen müssen aber unbedingt mit den Interessen der Wirtschaft vereinbar sein, sonst schwächen wir die Wettbewerbsfähigkeit von Südtirol“, mahnt Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen.

stol

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