Dienstag, 24. Januar 2017

Handelskammer: Voucher sind wichtiges Instrument

Die kürzlich veröffentlichten Statistiken der Landesabteilung für Arbeit über den Einsatz der Voucher belegen, dass Voucher zur Regelung von sporadischen und geringfügigen Arbeitsverhältnissen in den Südtiroler Betrieben gut angenommen wurde, schreibt am Dienstag die Handelskammer Bozen. Es sei wichtig, dass die Möglichkeit zur Nutzung von Wertgutscheinen für Gelegenheitsjobs auch künftig bestehen bleibe und nicht verbürokratisiert werde.

Die Handelskammer Bozen spricht sich für die Beibehaltung der Voucher aus.
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Die Handelskammer Bozen spricht sich für die Beibehaltung der Voucher aus. - Foto: © D

2017 soll in Italien ein Referendum über eine mögliche Abschaffung der Wertgutscheine für Gelegenheitsarbeiten abgehalten werden. Die Handelskammer Bozen spricht sich für die Beibehaltung der Voucher aus, sie seien eine wichtiges Instrument zur gelegentlichen Beschäftigung von Arbeitskräften in und außerhalb der Betriebe.

„Wertgutscheine bringen Vorteile für beide Seiten“

„Das System der Wertgutscheine bringt Vorteile für beide Seiten: für die Arbeitgeber, die flexibel auf einen Beschäftigungsbedarf reagieren können und für die Arbeitnehmer/innen, die unbürokratisch einen Zusatzverdienst beziehen wollen. Die Nutzung der Voucher soll auch künftig auf sinnvolle Art und Weise ausgebaut werden“, so Handelskammerpräsident Michl Ebner in der Aussendung.

Voucher können Anstellung nicht ersetzen

Und weiter: „Wertgutscheine sind nur dann ein schlechtes Instrument, wenn sie schlecht genutzt werden. Sie sollen keinesfalls eine Anstellung ersetzen, sondern ausschließlich in den dafür vorgesehenen Fällen zum Einsatz kommen.“

Die Möglichkeiten zum Einsatz von Wertgutscheinen erstrecken sich von der Erntehilfe über Studentenjobs bis hin zu Aushilfstätigkeiten im Gastgewerbe oder im Einzelhandel. Außerdem finden Voucher auch außerhalb der Betriebe Anwendung, zum Beispiel bei Garten- und Putzarbeiten oder anderen Dienstleistungen im Haus sowie bei Sport- und Kulturveranstaltungen.

Ohne Voucher mehr Schwarzarbeit

Viele dieser Arbeitseinsätze wären ohne Wertgutscheine nicht auf geregelte Weise durchführbar bzw. würden als Schwarzarbeit ohne einen entsprechenden Versicherungsschutz für Arbeitsunfälle durchgeführt. Mitarbeiter, die mittels Voucher in den Betrieben für sporadische und geringfügige Arbeiten eingesetzt werden, seien unfallversichert und es würden Sozialabgaben für sie eingezahlt werden, schreibt die Handelskammer weiter.

Der Generalsekretär der Handelskammer, Alfred Aberer, fügt hinzu: „Es ist wichtig, dass der Einsatz der Wertgutscheine weiterhin flexibel gehandhabt wird und keine zusätzlichen Einschränkungen bzw. bürokratische Hürden eingeführt werden. Zudem wäre die Erhöhung des jährlichen Maximalverdienstes über Voucher von 7.000 auf 10.000 Euro zu befürworten.“

stol

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