Donnerstag, 12. November 2020

Handwerk: Großteil der Arbeit kann weitergehen

Intensiv und vehement hatte sich der lvh in den vergangenen Stunden und Tagen für ein Ziel eingesetzt: Dass Südtirols Unternehmen weiterarbeiten dürfen. Nach mehreren Aussprachen mit der Landesregierung darf nun das Handwerk großteils aufatmen.

Das Handwerk kann aufatmen.
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Das Handwerk kann aufatmen.
„Wir sind uns der Verantwortung des Landeshauptmanns in Hinblick auf die Gesundheit der Südtiroler sehr wohl bewusst. Wir wissen aber auch, dass Südtirols Unternehmen eine große Verantwortung für ihre Familien und Mitarbeiter tragen und sie ein zweiter kompletter Stillstand in große Schwierigkeiten bringen würde“, erklärt der Präsident im Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister (lvh) Martin Haller.

Entsprechend hat der lvh in den vergangenen Tagen und Stunden zahlreiche Änderungsvorschläge für die neue Verordnung vorgebracht, die ab Samstag in ganz Südtirol in Kraft treten wird.

Die definitive Version des Dekrets sorgte schlussendlich für Aufatmen. Zahlreiche Sektoren dürfen unter Einhaltung höchster Sicherheitsbestimmungen weiterarbeiten. „Wir bedanken uns für das Verständnis hinsichtlich der Aufrechterhaltung der Wirtschaftskreisläufe, welche nicht nur die Betriebsexistenzen retten, sondern auch das Einkommen zahlreicher Familien sichern“, so Haller.

Einziger Wermutstropfen seien die Körperpflegeberufe, für welche es noch nicht gelungen ist, eine Lösung zu finden. Dabei seien es gerade die Schönheitspfleger und Friseure, die seit jeher gewohnt sind mit Mundschutz, Handschuhen und Hygienemitteln zu arbeiten. „Wir werden uns aber auch in diesem Bereich weiterhin einbringen, um zumindest Dringlichkeitseinsätze wie etwa die Fußpflege zu genehmigen und eine schnellstmögliche Wiedereröffnung der Salons zu ermöglichen“, betont der Verbandschef.

Massentests als Chance

Eine Auflage sieht das aktuelle Dekret allerdings vor. Betriebe müssen sich verpflichten, dass die gesamte Belegschaft an den flächendeckenden Massenscreenings teilnimmt, die ab nächsten Freitag in ganz Südtirol durchgeführt werden. „Das Handwerk trägt auch eine große soziale Verantwortung. Nur wenn 80 Prozent einer Gemeinde sich den Tests unterzieht, werden auch wieder die Bildungseinrichtungen geöffnet und das wirtschaftliche Leben langsam wieder hochgefahren. Wir sollten das Entgegenkommen der Landesregierung mit der Teilnahme an den Tests anerkennen. Übernehmen wir diese Verantwortung“, so Haller.

Im lvh hofft man auch, dass so schnell wie möglich wieder der Handel und der Tourismus ihre Arbeit wieder aufnehmen können. Viele Sektoren und Dienstleistungen sind eng miteinander verknüpft und machen das Gesamtpaket des Südtiroler Leistungsspektrums aus.

stol

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