Teil der Reform von Premierminister Enrico Letta ist unter anderem die Befreiung der Immobiliensteuer auf den Erstwohnsitz ab Juni. Nun hofft auch das Handwerk auf eine Befreiung. „Während die Steuersätze weltweit ca. 25 Prozent betragen, sind es in Italien rekordmäßige 31,4 Prozent“, berichtet LVH-Präsident Gert Lanz.Mit 42,6 Prozent sei der italienische Steuersatz auf Arbeit der höchste in ganz Europa. „Damit befinden sich die Handwerksbetriebe bereits am Rande der möglichen Belastung“, so Lanz. Während die Mehrwertsteuererhöhung in Italien wahrscheinlich abgewendet werden könne, befürchte man das Inkrafttreten der Müllsteuer TARES, dessen Ausmaß noch ungewiss sei, so die Handwerker. Die Befreiung der IMU auf Firmengebäude bedeute für viele Handwerksbetriebe eine maßgebende Erleichterung. „Wir werden auf jeden Fall in Zusammenarbeit mit dem nationalen Dachverband Confartigianato in Rom versuchen, die Interessen unserer Mitgliedsbetriebe mit Nachdruck zu verteidigen und zu vertreten, um Steuererhöhungen bzw. die Einführung von neuen Steuern zu verhindern“, unterstreicht LVH-Direktor Thomas Pardeller.