Mittwoch, 29. November 2017

Handwerk: Immer mehr Waren ins Ausland

Die Exporttätigkeit von Südtirols Handwerksunternehmen wächst konstant an. Dies geht unter anderem aus der am Mittwoch veröffentlichen ASTAT-Studie zum Außenhandel hervor.

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Foto: © shutterstock

Die Exportorientierung der lokalen Unternehmen wächst. Die exportierenden Handwerksbetriebe stellen 20,5 Prozent aller exportierenden Unternehmen. Nicht eingerechnet in diesen Prozentsatz sind jene Betriebe, die in der Lieferantenkette verloren gehen, aber dennoch indirekt zu den hohen Exportwerten beitragen, so zum Beispiel ein Maschinenbaumechaniker, der nicht als offizieller Lieferant oder Exporteur aufscheint.

„Obwohl kleine und mittlere Unternehmen nicht über dieselben Strukturen wie Großbetriebe verfügen und meistens auch knappere zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung haben, treiben sie verstärkt Internationalisierungsprozesse voran. Neue Absatzmärkte zu erschließen oder internationaler Konkurrenz zu begegnen wird auch im Handwerk von immer größerer Bedeutung“, erklärt lvh-Präsident Gert Lanz.

Im Jahr 2016 haben die lokalen Handwerksbetriebe vor allem Möbel, Bautenteile sowie Waren aus Stahl oder Eisen in die Länder Deutschland, Schweiz und Österreich exportiert. Im Wirtschaftsverband ist man zuversichtlich, dass die Anzahl der exportaffinen Unternehmen weiter wächst und die Internationalisierungspläne der Handwerksbetriebe noch weiter ansteigen.

Unterstützung von Land und Staat 

Finanzielle Unterstützung bei Exportprojekten erhalten Unternehmen sowohl vom Land als auch vom Staat. Das italienische Ministerium für Wirtschaftsentwicklung sieht zum Beispiel Gutscheine für Betriebe für die Einstellung von externen Export Managern vor, sofern diese keine geeignete Person im Unternehmen haben. Der externe Mitarbeiter muss bei einem Beratungsunternehmen arbeiten, welches in der entsprechenden Liste für Export Manager des Ministeriums eingetragen ist.

Er kann das Unternehmen in verschiedenen Bereichen unterstützen, zum Beispiel bei Marktanalysen, Kundenakquise, Rechts-, Vertrags-, Steuer- und Organisationsfragen. Da der Staat für dieses Programm nur die begrenzte Summe von 26 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat, werden die Anträge, welche ab 4. Dezember eingereicht werden können, in chronologischer Reihenfolge nach Gesuchstellung bearbeitet. Dies bedeutet, dass interessierte Betriebe ihren Antrag unbedingt am 4. Dezember abgeben sollten.

stol

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