Donnerstag, 21. April 2016

Happy End für die Turtelträubchen

Ein Prosit auf die größte Kellerei Südtirols: Entstanden ist sie durch den Zusammenschluss der zwei größten Kalterer Kellereien. Die Fusion wurde nun von den Mitgliedern einstimmig abgesegnet und gilt ab 1. Dezember 2016 als rechtskräftig.

Es ist vollbracht (v.l.): Helmuth Hafner, Obmann Kellerei Kaltern, Gerhard Sanin, Kellermeister E+N, Andrea Moser, Kellermeister Kellerei Kaltern, Walter Schullian, Obmann E+N und Alexander von Egen, Vizeobmann E+N.
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Es ist vollbracht (v.l.): Helmuth Hafner, Obmann Kellerei Kaltern, Gerhard Sanin, Kellermeister E+N, Andrea Moser, Kellermeister Kellerei Kaltern, Walter Schullian, Obmann E+N und Alexander von Egen, Vizeobmann E+N.

Diese Weinehe hatte sich seit längerem angekündigt. Anfang des Jahres hatte sich die Mitglieder der zwei Kellereien schließlich für die Fusion ausgesprochen. "Ich bin zwar kein Prophet, aber guter Hoffnung", sagt Walter Schullian damals auf Nachfrage von STOL.

Nun folgten die offiziellen Schritte. Der Zusammenschluss von Kellerei Kaltern und Erste+Neue Kellerei (E+N) wurde bei den Generalversammlungen am Montag bzw. Mittwoch von den zahlreich erschienenen Mitgliedern jeweils einstimmig in Anwesenheit des Notars angenommen. Der Zusammenschluss betrifft rund 800 Mitglieder und 70 Mitarbeiter.

Die Obmänner Helmuth Hafner (Kellerei Kaltern) und Walter Schullian (E+N) sowie Geschäftsführer Tobias Zingerle (Kellerei Kaltern) zeigten sich hocherfreut über das Gelingen dieses großen Werkes für die Kalterer Weinwirtschaft und sind sich "sicher, dass dies ein bedeutender Schritt für eine sichere und gute Zukunft der gesamten Kalterer Weinwirtschaft ist". 

In die Kellerei Kaltern einverleibt 

Durch die Inkorporation der Erste+Neue in die Kellerei Kaltern entsteht nun die größte Kellerei des Landes mit rund 510 Hektar Weinbaufläche, was fast 10 Prozent der Südtiroler Weinbaufläche entspricht. 
Die Kellerei Kaltern bringt rund 280 Hektar Produktionsfläche in die Wein-Ehe mit, die Erste+Neue 230 Hektar. 

"Rund 50.000 Doppelzentner Trauben werden bereits dieses Jahr im Herbst gemeinsam eingekellert, woraus dann rund 4.000.000 Flaschen Qualitätswein abgefüllt werden", weiß Alexander von Egen. Der Vizeobmann E+N sowie Ehrenbürger der Gemeinde Kaltern spricht "von einem historischen Moment für die Kalterer Weinwirtschaft, der nach jahrzehntelangem Bemühen nun ins Geschichtsbuch des Südtiroler Weinbaus eingeht".

stol/ker

stol