Ein zentraler Kritikpunkt: Die Arbeitgeber seien oft nicht ausreichend geschult, wenn es um Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz geht. „Viele Unfälle könnten verhindert werden, wenn die Unternehmen mehr Verantwortung übernehmen würden“, so die Gewerkschaft. Daher fordert sie verpflichtende Schulungen für Arbeitgeber sowie strengere Kontrollen.<h3> Experten sollen sicherstellen, dass Arbeitssicherheit eingehalten werden muss</h3>Ein konkreter Vorschlag der Gewerkschaft lautet, dass der Staat in ganz Italien und das Land in Südtirol Experten entsendet, die direkt in den Betrieben sicherstellen, dass die gesetzlichen Vorschriften zur Arbeitssicherheit eingehalten werden. Die Kosten für diese Experten sollen die Unternehmen selbst tragen.<h3> Zu wenige Arbeitsinspektoren in Südtirol</h3>Ein weiteres Problem: Südtirol hat nur halb so viele Arbeitsinspektoren wie das benachbarte Trentino. Diese Lücke erschwert es, Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften konsequent zu ahnden.<h3> Wo sich die meisten Unfälle ereignen</h3>Laut Daten der INAIL (Italienisches Institut für Arbeitsunfälle) ereignen sich in Südtirol die meisten tödlichen Arbeitsunfälle in der Landwirtschaft, gefolgt von Industrie und Handwerk. Die Gewerkschaft fordert daher mehr staatliche Maßnahmen und eine deutliche Aufstockung der Kontrollorgane, um die Sicherheit am Arbeitsplatz nachhaltig zu verbessern.