„Natürlich bin ich etwas wehmütig und bedanke mich bei den über 74.000 Mitarbeitern, die die Strabag zu einem führenden europäischen Baukonzern gemacht haben“, sagte der scheidende CEO am Freitag. Haselsteiner lebt seit mehreren Jahren in Bozen.„Der vorne steht und im Rampenlicht ist, kann oft nur zu einen kleinen Teil verantworten, was im Hintergrund geschehen ist.“ Er freue sich, dass er mit Optimismus scheiden könne, was 2013 und die folgenden Jahre betreffe.„Ich wollte 2014 meinen Abschied vornehmen – inzwischen haben wir festgestellt, das mein Nachfolger Thomas Birtel bereits hervorragend vorbereitet ist“, so Haselsteiner. „Mit Ende dieser Hauptversammlung übergebe ich den Vorstandsvorsitz und stehe dem Vorstand für Sonderaufgaben zur Verfügung, die er mir geben möge“, so der bisherige CEO.Haselsteiner wird sich eigenen Angaben zufolge der Internationalisierung des Konzerns und dem Effizienzprogramm „Task Force 2013ff“ widmen und dabei „den Konzern in allen Ästen und Ästchen auf Effizienz, Marktkonformität oder anderes Verbesserungspotenzial hin durchleuchten“.Aufsichtsratschef und Österreichs Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer würdigte Haselsteiner als „eine der prägendsten Persönlichkeiten der Zweiten Republik“, der „mit sozialem Anspruch und Fingerspitzengefühl gegenüber Management, Mitarbeitern und Kunden“ aus einem kleinen Unternehmen einen Weltkonzern geformt habe. Einen Konzern in einem Europa zu führen, das in der Rezession stecke und wo es in vielen Ländern Massenarbeitslosigkeit gebe, sei „eine ganz besondere Herausforderung und Leistung“.Auch einige Kleinaktionäre meldeten sich voll des Lobes zu Wort: „Die Strabag wäre nicht da, wo sie ist, wenn Haselsteiner nicht da wäre – das hat er mit viel Charisma und Machtbewusstsein erreicht“, sagte einer. „Als Aktionäre haben wir eher den Löwen kennengelernt als das Lamm“, meinte er.apa