Mittwoch, 15. März 2017

Haselsteiner steigt in Bozner Startup-Projekt ein

Im Rahmen der TV-Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ des Privatsenders Puls4 hat der Bozner Patrick Pedevilla nach einem Geldgeber gesucht, der in seinen revolutionären Sturzhelm "La Structura" investieren möchte - und hat prominente Unterstützung gefunden: Der österreichische Baulöwe und Wahl-Südtiroler Hans Peter Haselsteiner (Strabag) stellt eine halbe Million Euro bereit.

Patrick Pedevilla zeigte Hans Peter Haselsteiner die Unterschiede zwischen seinem innovativen Helm und einem herkömmlichen. - Foto: Puls4/Screenshot
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Patrick Pedevilla zeigte Hans Peter Haselsteiner die Unterschiede zwischen seinem innovativen Helm und einem herkömmlichen. - Foto: Puls4/Screenshot

„Guten Abend, ich bin Patrick Pedevilla, komme aus Bozen und bin heute hier, um Ihnen ein ganz neues Konzept von Sturzhelmen vorzustellen.“ Mit dieser Begrüßung hat der 38-jährige Bozner Patrick Pedevilla am Dienstag Abend seinen Auftritt bei der Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ begonnen.

Über den ehrgeizigen Auftritt von Pedevilla hat STOL bereits berichtet.

Bei „2 Minuten 2 Millionen“ bietet der österreichische Privatsender Puls4 den Kandidatinnen und Kandidaten von aufstrebenden Startup-Unternehmen zwei Minuten Zeit, um die finanzkräftige Jury von ihrer Idee zu überzeugen, Geld in ihre innovativen Erfindungen zu investieren.

Wie Patrick Pedevilla den Juroren erzählte, hat er drei Jahre lang an seiner innovativen Idee getüftelt und bereits 360.000 Euro investiert, um einen weit sichereren Sturzhelm herzustellen als bislang am Markt erhältlich.

Das Besondere an Pedevillas Helm, der mit dem Namen „La Structura“ patentiert wurde, ist vor allem die wabenförmige Struktur, die Stöße besser absorbieren soll, und die Tatsache, dass er sich automatisch an jede Kopfgröße anpasst.

Pedevilla hat den Helm gemeinsam mit zwei Produktdesignern entwickelt.

Pedevilla strebte 400.000 Euro an...

Patrick Pedevilla wollte die Investoren bei „2 Minuten 2 Millionen“ dazu bringen, 400.000 Euro für eine Beteiligung von 10 Prozent an seinem Unternehmen (Seventwenty) locker zu machen. Diese Forderung hat die meisten Jurymitglieder skeptisch werden lassen, obwohl sie alle vom Produkt beeindruckt wirkten - wenn auch nicht vom Design.

...doch Haselsteiner bietet mehr für mehr Anteil

Doch mitten in die eher zögerlichen Kommentare der Kollegen meldete sich plötzlich Hans Peter Haselsteiner kurz und trocken zu Wort: „Patrick, 500.000 Euro für 26 Prozent.“ Der österreichische Baulöwe (Strabag) – und Wahlbozner – Haselsteiner bezeichnete den Sturzhelm als „eine wirklich geniale Angelegenheit“. 

Hans Peter Haselsteiner mit dem innovativen "La Structura"-Helm. - Foto: Puls4/Screenshot 

Nach einer kurzen telefonischen Rücksprache bei seinen Unternehmensteilhabern stand auch für Pedevilla fest, was wohl die meisten TV-Zuseher vermutet hatten: Er nimmt das Geld von Haselsteiner an. Die Freude steht Pedevilla ins Gesicht geschrieben – und er ist sich sicher, mit Haselsteiner nun einen Geschäftspartner an der Seite zu haben, “um die Sache ganz groß aufzurollen”. Der Großteil von Haselsteiners halber Million Euro soll laut Pedevilla in die Spritzgussformen für die Serienproduktion der Helme fließen. 

stol

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