Montag, 28. Januar 2019

Haushaltssperre kostete USA 11 Milliarden Dollar

Durch die fünfwöchige Haushaltssperre in den USA ist die Wirtschaft des Landes nach Schätzung von US-Experten im Volumen von etwa 11 Milliarden Dollar (9,6 Milliarden Euro) geschwächt worden. Dies ist rund doppelt so viel wie die Summe von 5,7 Milliarden Dollar, die Präsident Donald Trump für seine Mauer an der Grenze zu Mexiko verlangt.

US-Präsident Donald Trump beendete den Shutdown am Freitag nur vorläufig. - Foto: APA (AFP)
US-Präsident Donald Trump beendete den Shutdown am Freitag nur vorläufig. - Foto: APA (AFP)

Der Streit um die Mauer-Milliarden hatte die längste Etatblockade der US-Geschichte ausgelöst. Laut der am Montag veröffentlichten Schätzung durch das unabhängige Haushaltsbüro des Kongresses lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal um etwa drei Milliarden Dollar niedriger, als es ohne die Finanzblockade für die Bundesbehörden gewesen wäre. Im ersten Quartal wurde das BIP demnach um rund acht Milliarden Dollar reduziert.

Die Experten gehen allerdings davon aus, dass der gesamtwirtschaftliche Schaden des „shutdown” im weiteren Jahresverlauf großteils kompensiert werden kann. Unter dem Strich werde ein Minus von 3 Milliarden Dollar oder 0,02 Prozent des BIP übrig bleiben.

Trump droht bereits mit dem nächsten Shutdown

In dieser Kalkulation ist vorausgesetzt, dass es keine weiteren „shutdowns” gibt. Trump hat aber bereits mit einer weiteren Haushaltssperre gedroht, da ihm der Kongress aufgrund des Widerstands der oppositionellen Demokraten nach wie vor keine Gelder für die Grenzmauer bereitgestellt hat.

Von dem „shutdown” betroffen waren etwa ein Viertel der Bundesbehörden mit rund 800.000 Bediensteten. In direkte Mitleidenschaft gezogen wurden zudem zahlreiche Privatfirmen, die für die Regierung arbeiten. Einige dieser Firmen würden „ihre verlorenen Einnahmen nie wiedergewinnen” können, konstatierten die Haushaltsexperten in ihrem Bericht.

apa/ag.

stol