Die neue Abgabe tritt mit 1. Jänner 2013 in Kraft. In Südtirol soll die Erhöhung laut hds-Direktor Dieter Steger zwischen 20 und 30 Prozent betragen.Steger warnt vor Folgen„Die Sorgen über die Folgen dieser neuen Belastung sind groß. Es kann einfach nicht sein, dass ständig neue Steuern und Belastungen eingeführt werden“, meint Steger.„Da kommt die Wirtschaft gar nicht mehr in Schwung – im Gegenteil: Das Risiko ist groß, dass viele Kleinbetriebe es einfach nicht mehr schaffen und schließen müssen.“Dagegen müsse man sich mit allen Mitteln wehren. Immer wieder werde auf der einen Seite von der Bedeutung der Klein- und Mittelbetriebe gesprochen, auf der anderen Seite werde jede Gelegenheit genutzt, um sie wie Zitronen auszupressen, so Steger.Müllgebühren für die Betriebe steigenLaut dem hds hat Confcommercio errechnet, dass 2013 mit der „Res“ die Müllgebühren für die Betriebe durchschnittlich um 290 Prozent steigen werden, mit Spitzen über 400 Prozent für Gastronomiebetriebe, bis zu 600 Prozent für den Obst- und Gemüsehandel und die Diskotheken. Laut Untersuchung müssten außerdem z.B. Fischhandlungen, Blumengeschäfte oder “Pizzerie al taglio” mit einem Lokal von 100 Quadratmetern 3038,40 Euro an jährliche Gebühren zahlen , im Vergleich zu den 401,35 Euro von 2012. Allerdings schiebt Steger ein: „Diese Berechnung gilt aber nicht für Südtirol, da wir ein anderes Berechnungssystem bei den Müllgebühren haben. Bei uns soll die Erhöhung zwischen 20 und 30 Prozent betragen.“hds fordert AufschubMit der Forderung, die Einführung der neuen Steuer auf 2014 zu verschieben, schließt sich der hds dem Dachverband an.„Doch ist das nur eine Zwischenlösung. Es braucht auf jeden Fall eine Entlastung für die Betriebe und nicht ständige kleinbetriebsfeindliche Maßnahmen. Das schafft zudem Rechtsunsicherheit und steigende bürokratische Auflagen und somit letztendlich Kosten“, betont Steger.