Mittwoch, 19. Januar 2022

hds-Präsident Moser ist erzürnt

In Italien wird mit 1. Februar die 3G-Regel im Handel eingeführt. Demnach ist der Zugang zu Geschäften bis zum Ende des staatsweiten Notstands – vorläufig am 31. März 2022 – der Green Pass (3G) erforderlich - mit Ausnahme für den Einzelhandel von Produkten der wesentlichen und primären Bedürfnisse (z.B. Lebensmittel, Apotheken). hds-Präsident Philipp Moser kritisiert dies scharf.

Philipp Moser: „Diese Einschränkungen im stationären Handel kommen einer indirekten staatlichen Förderung für globale Onlinegiganten gleich.“ - Foto: © hds

„Es ist fraglich, ob mit derartigen gravierenden Einschränkungen für viele Klein- und Familienbetriebe die Pandemie maßgeblich bekämpft werden kann“, sagt Kaufleute-Präsident Philipp Moser. „Zudem kommen durch die Kontrolle und Überprüfung des Grünen Passes beim Zugang ins Geschäftslokal weitere Pflichten, Verantwortlichkeiten und vor allem Zusatzkosten für die Inhaber, Betreiber und Mitarbeiter hinzu.“

Der Sektor befände sich derzeit bereits in großen Schwierigkeiten: Fehlende Frequenzen in Orten und Städten aufgrund steigender Quarantäne und Heimarbeit oder fehlende Gäste und Touristen. Aber auch Mitarbeiter fallen in diesen Tagen der Reihe nach aus, so Moser. „Weitere Einschränkungen einzuführen, sind daher fehl am Platz. Zudem kommen die Einschränkungen im stationären Handel einer indirekten staatlichen Förderung für globale Onlinegiganten gleich.“

Dass eine derartige einschneidende Maßnahme für den Handel zu keinen nennenswerten Erfolgen führe, zeige in diesen Tagen das Beispiel Österreich, wo seit 11. Jänner sogar die 2G-Regel gilt, so Moser. „Dort wird lautstark die Abschaffung der Maßnahme gefordert. Der Handel verlagert sich in Richtung internationale Onlineriesen mit großen Nachteilen für die heimische Wirtschaft und die Arbeitskräfte.“

„Alles in allem wird mehr Schaden angerichtet, ohne die Gesundheitskrise maßgebend im Griff zu haben“, so der hds-Präsident.

stol

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Irmgard Stofner
19. Januar 2022 13:47
Ja lieber Herr Moser. Im Tourismus gibt es die 3G Regel schon seit Oktober, mittlerweile gilt die 2G Regel. Fùr drinnen und draussen wohlgemerkt. Bisher war stets der Tourismus der Leidtragende dieser Pandemie...warum nicht auch mal der Handel?