„Die GMA–Studie über die Handelsentwicklung in Bozen enthält – trotz einiger methodischer Ungereimtheiten - wesentliche Aussagen und bedarf einer gewissenhaften Interpretation", sind sich die Vertreter des Einzelhandels, Thomas Rizzolli vom hds und Teresa Mantese von Confesercenti, einig.Stefan Holl vom Beratungsunternehmen GMA hat am Dienstagvormittag den Verbänden auf Einladung der beauftragenden Gemeinde seine Studie vorgestellt. Die Grundsatzfrage, ob überhaupt ein Einkaufszentrum entstehen soll, sei jedoch eine Entscheidung der Politik und nicht Gegenstand seiner Begutachtung.Verschiebung der KaufkraftWenn allerdings ein Einkaufszentrum verwirklicht werden soll, müsse man dem Phänomen der deutlichen Verschiebung von Kaufkraft, weg von bestehenden Geschäften und der physischen Verlagerung von Frequenz und Kundenströme ins Auge schauen, so Holl. Deshalb komme der offizielle Gutachter der Gemeinde vorweg zu zwei Grundaussagen: "Wenn Einkaufszentrum, dann jedenfalls nur ein einziges Einkaufszentrum und ausschließlich in der Altstadt und niemals in der Peripherie"."Es ist undenkbar, dass auch am Zugbahnhof – wie bereits entschieden – ein weiteres Einkaufszentrum entsteht", so die Vertreter der Handelstreibenden. "Und auch dem Spuk weiterer Handelsflächen im Gewerbegebiet muss definitiv ein Ende gesetzt werden".Das von Benko geplante Kaufhaus würde zu einem "zu einem Kahlschlag in der Handelslandschaft und zur Verödung des Zentrums führen", glauben die Kaufleute.Die Altstadt verfüge bereits über einen guten Branchenmix und eine einmalige Attraktivität, so die Kaufleute.