Die Ergebnisse der detaillierten Analyse zum möglichen Einkaufszentrum und zur aktuellen Leerstanderhebung wurden am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz im Hauptsitz des hds in Bozen vorgestellt. <BR /><BR /><BR />Die Geoanalyse ist eine digitale Landkarte Südtirols und ein zuverlässiger Indikator für die Standortattraktivität einzelner Bezirke, Orte oder Einkaufsstraßen. <BR /><BR />So hat der hds die mögliche Errichtung eines neuen Einkaufszentrums analysiert und zugleich die aktuellen Leerstände in Bozen mit eindrucksvollen Zahlen erhoben.<BR /><BR />Auf dem „Metro“-Areal in der Bozner Voltastraße gibt es Pläne für ein Einkaufszentrum mit einer Gesamtfläche von 20.000 Quadratmetern.<BR /><BR /> Im Umkreis von nicht einmal einem Kilometer gibt es bereits 3 Großstrukturen im Handel mit einer Gesamtfläche von 31.800 Quadratmetern. Zählt man die Großflächen im Umkreis von nicht einmal 2 Kilometern so kommen weitere 40.000 Quadratmeter hinzu. Als Vergleich dazu beträgt heute die Einzelhandelsfläche allein im Bozner Stadtzentrum 66.849 Quadratmeter.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="631937_image" /></div> <BR /><BR />Eindrucksvolle und besorgniserregende Zahlen liefert auch die Erhebung der Leerstände in der Landeshauptstadt: Stand März 2021 gibt es 189 gewerbliche Leerstände in Parterrelagen, die für die Bereiche Handel, Gastronomie und Dienstleistungen nutzbar sind - die meisten davon (91) im Stadtviertel Europa – Neustift – Kaiserau, gefolgt vom Stadtviertel Altstadtzentrum (56). Das sind insgesamt 13.531 Quadratmeter. <BR /><BR />Über den reinen Leerstand hinaus wurde auch – wo möglich – klassifiziert, welche Vornutzung dort angesiedelt war und in welchem Zustand sich die Immobilie befindet. Alle Leerstände wurden bildlich festgehalten. <BR /><BR />Aufgrund der aktuellen Situation ist zu befürchten, dass die Leerstände weiter zunehmen. Die Ergebnisse untermauern auch, dass weitere, neu erschlossene Handelsflächen vollkommen obsolet sind. <BR /><BR />„Das ist gar nicht gut für die Orts- und Stadtentwicklung samt Umfeld und für einen lebendigen, attraktiven und lebenswerten Ort“, fasst hds-Präsident Philipp Moser die Analyse zusammen.<BR />