Bei der Pressekonferenz stellten hds-Präsident Walter Amort, Vizepräsident Dado Duzzi und Direktor Dieter Steger die Ziele, Anliegen und Vorhaben des Verbandes für 2012 vor.Südtirols Wirtschaft 2011 weitgehend stabil Zur Bilanz des Jahres 2011 meinte Amort, dass Südtirols Wirtschaft noch weitgehend stabil gewesen sei und nach wie vor Arbeitsplätze geschaffen habe.Allerdings sei 2011 für die vom hds vertretenen Bereiche ein Jahr geprägt von Vorsicht und Unsicherheit bei Konsumenten und Betrieben gewesen, lautete das Resümee.Einschätzungen für 2012 für Einzelhandel unsicherDie ersten Einschätzungen für das erste Halbjahr 2012 fallen besonders für den Einzelhandel nicht positiv aus.„Die Situation ist hier schwierig, wie es zuletzt das verhaltene Weihnachtsgeschäft gezeigt hat. Die Prognosen für den Einzelhandel sind daher unsicher; es könnte ein gefährliches Jahr 2012 bevorstehen“, meinte Vizepräsident Duzzi.Im Großhandel stehen die Zeichen für das erste Halbjahr 2012 auf Stabilität. Der Beschäftigungsmotor dürfte etwas langsamer laufen als in unmittelbarer Vergangenheit.Im Detail betrachtet ist nur im Baustoffhandel die Stimmung mehrheitlich negativ. Die Aussichten sind aber auch im Großhandel mit Maschinen und Geräten sowie in jenem mit Textilien und Bekleidung relativ verhalten.Montis Spardekret sieht Liberalisierungswelle vorDas Monti-Spardekret sieht eine gewaltige Liberalisierungswelle im Bereich des Einzelhandels vor – laut hds mit weitgehend negativen Folgen für Südtirol.Ein allgemeines Betriebssterben bestehender kleiner und mittlerer familiengeführter Unternehmen wäre Direktor Steger zufolge nicht mehr aufzuhalten.Weitere Folgen davon wären der Verlust unzähliger Arbeitsplätze vor allem in der Peripherie und der Zusammenbruch der kapillaren Versorgung im ländlichen Raum.Liberalisierung der GeschäftsöffnungszeitenDie Südtiroler Landesregierung hat vor kurzem beschlossen, die Anzahl der offenen Sonn- und Feiertage im Jahr zu begrenzen.Diese neue Regelung sei jetzt allerdings von der im Spardekret vorgesehenen totalen und unverantwortlichen Liberalisierung der Öffnungszeiten schwerstens gefährdet, meint der Verband.Das Monti-Dekret habe nicht direkte Wirkung auf Südtirol, sondern verpflichte das Land, die bestehende Regelung innerhalb von sechs Monaten anzupassen.Somit bleiben die derzeitigen Bestimmungen des Landes zu den Ladenöffnungszeiten bis auf weiteres in Kraft.Weitere Belastungen durch das SpardekretDas Spardekret beinhaltet laut hds eine Reihe weiterer Maßnahmen, die Unternehmer und Konsumenten mit zusätzlichen Kosten belasten werden.Dazu gehören die neue Immobiliensteuer IMU.Der hds fordert, dass die vom Gesetzgeber vorgesehenen Spielräume für eine Steuersenkung voll genutzt werden sollen.Ein harter Schlag für die Entwicklung des Konsums und der Inflation sei die weitere Erhöhung der Mehrwertsteuer.