Der Hedgefonds Elliott Associates des US-Investors Paul Singer fordere nun auch von den beiden Porsche-Aufsichtsratsmitgliedern persönlich Schadensersatz in Höhe von 1,8 Milliarden Euro, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Sie hätten die später geplatzte Übernahme von VW durch Porsche heimlich vorbereitet und die übrigen Aktionäre dabei getäuscht.Ein Sprecher des Stuttgarter Sportwagenbauers sagte am Sonntag, die Dachgesellschaft Porsche Automobil Holding SE (PSE) halte die Klage für unbegründet.Er wies darauf hin, dass die Klägergruppe schon 2012 in derselben Sache PSE auf diese Summe verklagt habe. „Aus unserer Sicht dient die neue Klage allein prozesstaktischen Gründen und zielt darauf ab, Druck aufzubauen“, sagte er. „Weder die betroffenen Aufsichtsratsmitglieder noch die Porsche SE lassen sich davon beeindrucken.“ Die PSE sowie Porsche und Piëch würden sich „mit allen juristischen Mitteln gegen die Klage verteidigen“.Sieben Hedgefonds um Elliott klagen vor dem Landgericht Hannover gegen die PSE. Ein Verhandlungstermin stehe noch nicht fest, sagte der Porsche-Sprecher. Die Kläger begründen ihre Klage den Angaben nach damit, dass die beiden Cousins an sämtlichen Entscheidungen der PSE im Zusammenhang mit dem Aufbau der VW-Beteiligung in den Jahren 2005 bis 2008 beteiligt gewesen seien.dpa