Freitag, 07. Oktober 2016

„Heimholung des Stroms soll auch den Bürgern zugutekommen“

Die Teuerung der Strompreise ist speziell für gewöhnliche Haushalte besorgniserregend, die Landesregierung kann und muss dieser Entwicklung entgegensteuern. Soweit das Fazit des Vorstandes der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) in der Pressekonferenz am Freitag.

Gegen teure Stromtarife (von links): VZS-Experte Paolo Guerriero, Vorsitzender Agostino Accarino und Geschäftsführer Walther Andreaus.
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Gegen teure Stromtarife (von links): VZS-Experte Paolo Guerriero, Vorsitzender Agostino Accarino und Geschäftsführer Walther Andreaus. - Foto: © D

So seien laut VZS-Berechnungen die Strombezugspreise für einen typischen Südtiroler Haushalt mit einem Verbrauch von 2.700 Kilowattstunden von 379,92 auf 464,45 Euro um satte 22 Prozent angestiegen.

Mit der Anwendung von Artikel 13 des Autonomiestatuts könnte die Landesregierung „einen großen Wurf“ landen: Den Stromabnehmern 300 Kilowattstunden Gratisstrom pro Jahr zugestehen, was mit einer Entlastung von 60 Euro pro Kopf (für einen Haushaltsanschluss von 3 kW Leistung) bzw. 90 Euro pro Kopf (Anschluss von 4,5 kW Leistung) zu Buche schlagen würde.

Bei 300 kWh Gratisstrom würde dem Land lediglich ein Kostenfaktor von 22,76 Euro pro Kopf entstehen, weil die Kosten für die Verteilung die Konzessionäre übernehmen müssten.

stol

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