Donnerstag, 17. November 2016

Heimische Wirtschaft wächst um 1,3 Prozent

Das Geschäftsklima in Südtirol bleibt positiv, die Ertragslage ist für 84 Prozent der Unternehmen zufriedenstellend und für das kommende Jahr wird eine weitere Steigerung erwartet. Und: Die Wirtschaft soll sowohl heuer als auch im Jahr 2017 um 1,3 Prozent wachsen. Dies ist das Ergebnis des jüngsten Wifo-Barometers.

Gute Zeiten für die heimische Wirtschaft: Sie soll heuer und 2017 um 1,3 Prozent wachsen (im Bild Bozen).
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Gute Zeiten für die heimische Wirtschaft: Sie soll heuer und 2017 um 1,3 Prozent wachsen (im Bild Bozen). - Foto: © shutterstock

Der Anteil der Südtiroler Unternehmen, die ihre Ertragslage im Jahr 2016 positiv bewerten, beträgt 84 Prozent, wie eine Erhebung des Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo) der Bozner Handelskammer ergibt. Somit hat sich das Geschäftsklima in Südtirol das dritte Jahr in Folge verbessert und den höchsten Wert seit 10 Jahren erreicht. Darüber hinaus wird für kommendes Jahr eine weitere Steigerung erwartet: 88 Prozent der Wirtschaftstreibenden erhoffen sich für 2017 zufriedenstellende Erträge.

Die steigenden Umsätze bewirken positive Beschäftigungseffekte. In den ersten neun Monaten 2016 gab es in Südtirol durchschnittlich 195.400 unselbstständig Beschäftigte, mit einem Wachstum von 2,5 Prozent im Vergleich zu 2015. Für das kommende Jahr erwarten die Unternehmen eine weitere Zunahme.

Aus der Befragung ergeben sich einige Unterschiede, was die konjunkturelle Lage der verschiedenen Wirtschaftssektoren betrifft. Die Ertragslage ist vor allem im Transportsektor und im Gastgewerbe sehr positiv. Im Dienstleistungssektor gibt es hingegen Schwierigkeiten, vor allem was die Kreditbranche betrifft. Das Geschäftsklima ist auch im Großhandel und im Baugewerbe noch eher verhalten, aber besser als in den Vorjahren. Im Hinblick auf 2017 werden steigende Erträge in fast allen Sektoren erwartet.

Die Situation der italienischen Wirtschaft ist hingegen schwieriger. Der Aufschwung bleibt unter den Erwartungen und das Bruttoinlandsprodukt wird heuer nur um 0,7 Prozent wachsen. Auch für 2017 erwarten die meisten Forschungsinstitute eine BIP-Zunahme unter 1 Prozent in Italien.

Unter Betrachtung der lokalen und internationalen Konjunkturlage sowie der verfügbaren Informationen zu den wirtschaftlichen Trends und Risiken geht das Wifo von einem Wachstum des Südtiroler Bruttoinlandproduktes um 1,3 Prozent sowohl heuer als auch im Jahr 2017 aus.

stol

stol