Als Präsident der WaltherPark AG und Benko-Statthalter musste sich Hager in den letzten Monaten wiederholt erklären. Dabei wurde er nie müde zu betonen, dass alles weiterlaufe wie geplant. Gewisse Restzweifel hielten sich in der Öffentlichkeit ob der Signa-Schieflage bis zuletzt. Mit der Übernahme der WaltherPark AG und Viva Virgolo durch die Schoeller Gruppe dürften die Fronten nun endgültig geklärt sein. Oder doch nicht?<BR /><BR /><BR /><b>Herr Hager, das Aufatmen dürfte auch bei Ihnen groß sein. Was bedeutet der Schoeller-Deal nun genau für den WaltherPark?</b><BR />Heinz Peter Hager: Wenn man eine sehr solide Unternehmerfamilie als Aktionär hat, stabilisiert das natürlich auch unsere Situation und die Fertigstellung des WaltherPark ist damit endgültig abgesichert. Zugleich bringt es neue Perspektiven für neue Projekte.<BR /><BR /><BR /><b>Was macht Schoeller zum interessanten Investor?</b><BR />Hager: Die Schoeller Group ist ein wirtschaftlich sehr solides und kompetentes Familienunternehmen mit Hauptsitz in Pullach bei München. Es passt sehr gut zu Südtirol und zu unseren Projekten, weil wir auch gleiche unternehmerische und kulturelle Werte vertreten. Bayern und Südtirol haben viel gemeinsam und das trifft auch für diese unternehmerische Konstellation zu.<BR /><BR /><BR /><b>Gab es auch Interessenten aus Südtirol? Schließlich gibt es ja auch bei uns einige Investoren mit dem nötigen Kleingeld...</b><BR />Hager: Der WaltherPark ist ein einmaliges, einzigartiges Projekt und deshalb war es naheliegend, dass es dafür Interesse von mehreren Seiten gab. Ich kann Ihnen aus professionellen Gründen keine Namen nennen – mit Ausnahme der SPAR Gruppe, die zuletzt selbst in den Medien ihr Interesse bekannt gegeben hatte. Die Schoeller Group war am konkretesten und am Ende also erfolgreich.<BR /><BR /><BR /><b>Teil des Kaufs ist auch Viva Virgolo, das Virgl-Projekt, das bereits einmal zurückgeworfen wurde. Soll es nun einen neuen Anlauf geben?</b><BR />Hager: Das Projekt befindet sich derzeit in Überarbeitung. Die Tatsache, dass Schoeller auch in den Virgl bzw. in die Gesellschaft Viva Virgolo GmbH einsteigt, ist Beweis dafür, dass dieses Projekt in Zukunft weiterverfolgt wird. <BR /><BR /><BR /><b> Und was ist mit Ihnen, bleibt Ihre Rolle unter den neuen Eigentümern dieselbe?</b><BR />Hager: Ich gehe davon aus, dass sich nicht viel ändern wird. Ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit der Schoeller Group, insbesondere Herrn Christoph Schoeller.<BR />