Wo werden Sie heuer Ihren Urlaub verbringen? Diese Frage stellte der ADAC 4000 Mitgliedern. An der Spitze liegen erwartungsgemäß Italien und Spanien. Immerhin 2,4 Prozent der Befragten betonten, ihren Urlaub in Südtirol verbringen zu wollen – das bedeutet Platz zehn der Liste. Nur: Im Jahr 2008 waren es 3,5 Prozent der Deutschen, die ihren Urlaub in Südtirol verbringen wollten, im Vorjahr noch 3,0 Prozent. Der Rückgang in diesem Jahr auf 2,4 Prozent mutet im ersten Moment gar nicht so groß an. Rechnet man diesen Rückgang aber auf die Ankünfte in Südtirol hoch, so bedeutet dies ein Minus von 17 Prozentpunkten. Warum weniger Deutsche nach Südtirol kommen wollen, wurde vom ADAC nicht erhoben, heißt es vom dort zuständigen Christian Krause. „Wäre eine Katastrophe“„Sollte sich diese Studie bewahrheiten, wäre dies eine Katastrophe für uns“, sagt der Präsident des Hotelier- und Gastwirteverbandes (HGV), Walter Meister. Es wäre etwas anderes, würden um 17 Prozent weniger Holländer nach Südtirol kommen. „Aber 17 Prozent weniger Gäste aus Deutschland, unserem Hauptmarkt, das wäre mit nichts zu kompensieren.“ Allerdings lasse die Buchungslage derzeit nicht einen derartigen Rückgang befürchten, so Meister.Für den Direktor der Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG), Christoph Engl, scheint die Situation hingegen wenig dramatisch – im Gegenteil: „Südtirol liegt bei den geplanten Reisen für 2010, wie bereits in den vergangenen Jahren, auf den ersten zehn Plätzen“, betont er. Das sei ein beachtliches Ergebnis für eine Destination, die sich im Ranking mit Staaten misst. „Vergleicht man die Urlaubsreiseabsichten 2009 mit 2010 so ist eine leichte Verschiebung erkennbar, aber alle aufgelisteten Nationen konnten sich halten, neue sind keine dazugekommen“, so Engl. Südtirol könne auf sehr gute Zahlen aus dem deutschen Markt in den letzten Jahren zurückblicken, was als großer Erfolg für die Destination Südtirol zu werten sei.sor/D