Montag, 01. März 2021

HGJ: Nein zu einem „Nächtigungsstopp“ – „Jugend braucht Perspektiven“

Die Hoteliers- und Gastwirtejugend (HGJ) spricht sich gegen einen „Nächtigungsstopp“ aus, wie er in den vergangenen Tagen postuliert worden ist. Mit solchen Maßnahmen nehme man den Hoteliers und Gastwirten und erst recht der Jugend jede betriebliche Perspektive, so der HGJ.

Die Jugend im Gastgewerbe braucht jetzt Perspektiven, schreibt die HGJ.
Badge Local
Die Jugend im Gastgewerbe braucht jetzt Perspektiven, schreibt die HGJ. - Foto: © shutterstock
„Abgesehen davon, dass die Umsetzung dieser Regelung schwierig ist, stößt diese Ausrichtung bei den HGJ-Mitgliedern nicht nur auf Enttäuschung, sondern auch auf starken Widerstand“, schreibt HGJ-Obmann Hannes Gamper in einer Presseaussendung.

Dass in Südtirol in den letzten Jahren der Tourismus in manchen Gebieten zu bestimmten Zeiten seine Grenzen erreicht hat, sei der HGJ mehr als bewusst.

Seit Jahren befasse sich die Gastwirtejugend deshalb auch mit der Thematik des „Overtourism“ und dessen Auswirkungen auf Südtirol.

„Wir wissen, dass der Tourismus nur dann erfolgreich sein kann, wenn er möglichst im Einklang mit der Bevölkerung gestaltet wird“, sagt Gamper.

Dass eine Durchführungsbestimmung zum neuen Raumordnungsgesetz notwendig wird, damit das Gesetz im Bereich Beherbergung greifen kann, sei klar.

Jedoch sei ein „Nächtigungsstopp“ nicht die Lösung.

Das neue Gesetz für Raum und Landschaft sieht die Schaffung von Siedlungsgrenzen in den jeweiligen Gemeinden vor, innerhalb derer betriebliche Erweiterungen möglich sind. Zudem muss jede Gemeinde aufgrund eines Konzeptes die touristische Entwicklung in den kommenden Jahren festschreiben.

Dass dabei der Fokus auf die Qualität, die Authentizität und auf die bestehenden familiengeführten Betriebe gelegt wird, werde auch von der HGJ geteilt.

„Für uns als Gastwirtejugend ist es essenziell, dass unsere Jugend Perspektiven erhält, die es erlauben, die Gastbetriebe ihrer Eltern weiterzuentwickeln und dadurch auch die Zukunft des Tourismuslandes Südtirol zu sichern“, schreibt Gamper abschließend in der Presseaussendung.

stol

Schlagwörter: