Mittwoch, 11. Mai 2016

HGJ spricht sich für den Flughafen aus

Ein deutliches Statement haben die HGJ-Mitglieder auf ihrer Jahresversammlung abgegeben.

Von links: HGJ-Obmann Hannes Gamper, Reinhold Messner und HGV-Präsident Manfred Pinzger (Foto: Live-Style Agency).
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Von links: HGJ-Obmann Hannes Gamper, Reinhold Messner und HGV-Präsident Manfred Pinzger (Foto: Live-Style Agency).

Die Mitglieder der Hoteliers- und Gastwirtejugend (HGJ) haben sich jüngst am Bozner Flughafen zu ihrer alljährlichen Hauptversammlung eingefunden. Im Mittelpunkt standen die Aktivitäten der HGJ und das bevorstehende Referendum zum Flughafen Bozen.

Vor zahlreich erschienenen HGJ-Mitgliedern und Ehrengästen ging Obmann Hannes Gamper auf einige Schwerpunkte ein, die für die HGJ als Interessensvertretung der Junggastwirte in Südtirol von Bedeutung sind. Die HGJ werde sich auch weiterhin bemühen, die Gemeinschaft der Junggastwirte zu fördern und eine Plattform zum Austausch von Erfahrungen und Wissen bieten, versicherte Gamper.

Wichtiger denn je sei es für Hotel- und Gastbetriebe in Südtirol, sich für den weltweiten Wettbewerb zu rüsten, betonte Gamper. Hierfür seien in punkto Erreichbarkeit neue Akzente zu setzen.

„Wir müssen vom touristischen Wachstum und den internationalen Märkten profitieren können. Ein Flughafen hilft uns dabei. Wir als HGJ stehen hinter dem Flughafen, weil er uns an das internationale Flugnetz anbindet, weil er den Südtirolern ermöglicht, schnell und komfortabel zu reisen, weil er Südtirol weltoffen und zugleich für viele attraktiver macht und weil er die Voraussetzung schafft, Gäste aus weiter entfernteren Länder für Südtirol als Urlaubsgebiet zu gewinnen“, betonte Gamper und appellierte an die Jugend, beim Flughafen-Referendum am 12. Juni mit „Ja“ zu stimmen.

Auch in der Tourismuspolitik müsse man die Weichen für die Zukunft stellen. Hierfür sei es notwendig, die Rahmenbedingungen für Junggastwirte zu verbessern, die Ausbildung im gastgewerblichen Bereich voranzutreiben und den Erfordernissen der Tourismusbetriebe anzupassen, so Gamper.

Lob vom Chef 

HGV-Präsident Manfred Pinzger lobte die HGJ für ihren Einsatz und betonte, dass ihre zahlreichen Aktivitäten, insbesondere in Sachen Aus- und Weiterbildung, wichtig für die Zukunft der Branche seien. Anschließend ging er auf die derzeitige Diskussion am Brenner ein.

„Wir sind eine sichere Urlaubsdestination. Protestaktionen sind negative Signale, die wir nicht gebrauchen können“, so Pinzger. In Bezug auf die Erreichbarkeit erklärte er, dass ein Flughafen notwendig sei, um in Zukunft als Destination konkurrenzfähig zu bleiben.

Reinhold Messner zu Gast 

Als Special Guest der Jahreshauptversammlung war der Extrembergsteiger Reinhold Messner geladen. In einer emotionalen Rede sprach er sich klar für den Flughafen in Bozen aus. „Derzeit herrscht sehr viel Unzufriedenheit in Südtirol. Ob Sonne oder Regen – wir sind immer dagegen, lautet das Motto. Mit dieser Haltung hat Südtirol keine Zukunft“, so Messner. Sollte beim Flughafen-Referendum ein Nein gewinnen, so würde Südtirol die hart erkämpfte Position im Tourismus und in der Welt verlieren, meint Messner.

Sich vom Rest der Welt abzuschotten, sei nicht die Lösung. Vor allem gehöre der Charterbetrieb ausgebaut, um Gäste aus aller Welt nach Südtirol zu holen. „Auf diese internationalen Gäste dürfen wir nicht verzichten“, erklärte Messner abschließend.

stol

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