Freitag, 20. April 2018

HGV Corvara kritisiert schlechte Straßenverhältnisse

Letzthin wurde bekannt, dass es für Gemeinden, die als touristisch hochentwickelt eingestuft sind, künftighin keine betrieblichen Förderungen mehr geben wird. „Da sämtliche Gemeinden in Alta Badia als touristisch hochentwickelt eingestuft sind, werden unsere Betriebe mit dieser Maßnahme bestraft. Das können wir nicht unterstützen“, sagen Iwan Costamoling, HGV-Obmann der Ortsgruppe Corvara/Kolfuschg und Markus Valentini, HGV-Obmann der Ortsgruppe Abtei.

In den Saisonzeiten warten unsere Gäste stundenlang bei der Einfahrt ins Gadertal beziehungsweise Ausfahrt aus dem Gadertal.
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In den Saisonzeiten warten unsere Gäste stundenlang bei der Einfahrt ins Gadertal beziehungsweise Ausfahrt aus dem Gadertal. - Foto: © D

Die beiden HGV-Ortsobleute erinnern daran, dass zahlreiche Hotels der Drei-, Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie, Garnis und Pensionen ständig investieren und dadurch Südtirols Wirtschaft stärken. „Genau diese Tourismusbetriebe, die fast ausschließlich dem heimischen Handwerk Aufträge verschaffen, sollen nun keine Förderungen mehr erhalten“, kritisieren Costamoling und Valentini.

„Offensichtlich“, so heißt es in der Presseausendung weiter, „sind die Hoteliers und Gastwirte nur dann gut genug, wenn unzählige Vertreter von Südtiroler Unternehmen vor und während der Saison Aufträge einholen oder wenn Politiker in Wahljahren um Wählerstimmen werben wollen“. Die oft schon angemahnten Verbesserungen der Straßen werden hingegen immer wieder auf die lange Bank geschoben.

Zudem verweisen sie, dass die Bürger von Alta Badia für jede Kleinigkeit nach Bruneck oder Bozen fahren müssen. „Bevor wir starten, müssen wir uns immer informieren, welche Pässe offen sind und wo Baustellen sind. Dabei muss mindestens eine halbe Stunde mehr Zeit eingeplant werden, um pünktlich vor Ort zu sein. In Hochsaisonszeiten kann es manchmal über eine Stunde dauern, um die 33 km von Corvara nach St. Lorenzen zu befahren“, heißt es.

Gadertal: Gäste warten oft stundenlang bei Ein- und Ausfahrt 

In diesem Zusammenhang erinnern die HGV-Ortsobleute an die noch immer nicht in Angriff genommene Einfahrt ins Gadertal in St. Lorenzen. „Seit über 15 Jahren fordern wir eine anständige Einfahrt ins Gadertal beziehungsweise Ausfahrt auf die Pustertaler Hauptstraße. In den Saisonzeiten warten unsere Gäste stundenlang bei der Einfahrt ins Gadertal beziehungsweise Ausfahrt aus dem Gadertal“, betonen die Ortsobleute.

Seit über 20 Jahren wird von einer Überdachung am Grödnerjoch gesprochen, aber tatsächlich unternommen wurde bis dato nur wenig.

„Wenn man liest, wieviel Gelder für andere Straßenbauarbeiten zur Verfügung gestellt werden, dann können wir nur interpretieren, dass der Politik das Hochabteital und die Bedürfnisse der Bewohner egal sind“, schreiben Costamoling und Valentini und führen als Beispiele die 9,7 Millionen Euro an, welche am Karersee investiert werden sollen, oder den Ausbau der Straße in das Sarntal, oder die Straße von Blumau Richtung Völs.

Die Straße zum Campolongopass von Corvara bis kurz vor der Provinzgrenze und die Grödnerjochstraße oberhalb von Kolfuschg bis zur Passhöhe sind in einem erbärmlichen Zustand. „Wir denken, dass es höchst an der Zeit ist, auch in unserem Gebiet die Straßen Richtung Bruneck und über die jeweiligen Pässe zu verbessern und sie so zu gestalten, dass sie einer Tourismushochburg, die Wert auf eine hohe Qualität liegt, auch würdig sind. Die Probleme von Jahr zu Jahr einfach verschieben, das können und wollen wir nicht mehr akzeptieren“, meinen die Touristiker und laden die Politiker gerne zu einem Lokalaugenschein ein.

stol