Mittwoch, 24. Juni 2020

HGV: „Entscheidung zur GIS geht in richtige Richtung“

Für den Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) geht der Vorschlag der Landesregierung, die Gemeindeimmobiliensteuer für gastgewerbliche Betriebe für heuer gänzlich zu erlassen, in die richtige Richtung. Der lvh fordert dass auch Härtefälle aus dem Handwerk, die Chance zur gänzlichen Befreiung der GIS haben sollten.

Der HGV erwartet sich weitere Maßnahmen.
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Der HGV erwartet sich weitere Maßnahmen. - Foto: © shutterstock
Der gewählte Ansatz ist gut, wofür wir Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Arnold Schuler auch danken. Wir erwarten uns jedoch weitere Maßnahmen, um die arg gebeutelte Tourismusbranche, von der wiederum eine ganze Reihe anderer Sektoren abhängen, kräftig zu unterstützen“, unterstreicht HGV-Präsident Manfred Pinzger.

Neben den Kreditstundungen, der Gewährung von Verlustbeiträgen und neuen Krediten zu günstigsten Bedingungen hat sich der HGV stets auch für eine spürbare Reduzierung der Steuerbelastung eingesetzt. „Dabei haben wir zunächst an die Gemeindeimmobiliensteuer gedacht, welche Hotels und Gastbetriebe erheblich belastet. Durch eine Befreiung der touristischen Betriebe von der GIS kann der Sektor unbürokratisch und effektiv unterstützt werden“, betont HGV-Direktor Thomas Gruber.

Der Neustart im heimischen Gastgewerbe gestaltet sich sehr zögerlich und die Erwartungen für die nächsten Wochen sind aufgrund der verhaltenen Entwicklung der Buchungslage weiterhin gedämpft. Aus diesem Grund schlägt der HGV neben weiteren Maßnahmen vor, dass die gastgewerblichen Betriebe auch für das Jahr 2021 von der Gemeindeimmobiliensteuer befreit werden, heißt es abschließend in der Presseausendung des HGV.

lvh: „Auch andere Betriebe benötigen die GIS-Befreiung!“

Völlig von der Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) sollen die Südtiroler Tourismusbetriebe im laufenden Jahr befreit werden, anderen Betrieben bleibt die Hälfte der GIS erspart. Der lvh fordert, dass auch Härtefälle aus dem Handwerk, die Chance zur gänzlichen Befreiung der GIS haben sollten.


lvh-Präsident Martin Haller erklärt: „Die Südtiroler Landesregierung will mit dem aktuellen Ansatz die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise abfedern. Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Härtefälle gibt es allerdings auch im Handwerk. Besonders die Mietwagenunternehmer, welche zum Großteil vom Tourismus abhängig sind, sollten berücksichtigt werden. Für diese Härtefälle im Handwerk fordert der lvh eine völlige Befreiung der GIS. Es wäre nur gerecht, wenn diese und andere Betriebe auch die Chance hätten, eine komplette Befreiung der GIS zu beantragen.“



Es gebe zahlreiche Südtiroler Handwerkstriebe, die mit den Auswirkungen der Krise schwer zu kämpfen hätten und die zurzeit mit allen Kräften versuchten, wieder neu zu starten. „Für diese Betriebe geht es um jeden noch so kleinen Geldbetrag. Deshalb ist es wichtig, dass die Entscheidung der Landesregierung nochmals überdacht und eine Möglichkeit für diese Betriebe eingeräumt wird“, fordert Haller.

stol

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