Dienstag, 05. November 2019

HGV-Hüttenwirte ziehen Bilanz

Eine erste Bilanz zieht die Fachgruppe „Schutzhütten Südtirol“ des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) zur diesjährigen Hüttensaison. Im Rahmen einer Umfrage unter den knapp 60 Mitgliedern wurde der Saisonverlauf in diesem Sommer analysiert.

Stefan Perathoner
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Stefan Perathoner - Foto: © HGV

„Mehr als alle anderen Gastronomiebetriebe in Südtirol sind die Schutzhütten vom Wetter abhängig. Da im letzten Winter noch sehr spät Schnee fiel, gestaltete sich der Saisonanfang als schwierig. Auch das schlechte Wetter im Mai trug seinen Teil dazu bei, dass die Hüttensaison spät begann“, kommentiert Stefan Perathoner, Vorsitzender der Fachgruppe, die Ergebnisse der Umfrage.

Im Juni konnte die Saison dann starten und es gab kontinuierliche Steigerungen bei den Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr. Bestätigt hat sich im Jahr 2019 auch der bereits seit Jahren andauernde Aufwärtstrend bei der allgemeinen Kostenentwicklung. „Die höheren Kosten haben heuer gar einige Hüttenwirte zu einer Preissteigerung gezwungen – andernfalls wäre die Rentabilität nicht mehr gewährleistet gewesen“, sagt Perathoner.

Ein wichtiges Thema für die Schutzhütten ist das Hüttenpersonal. Mehr als die Hälfte der befragten Hütten gaben an, dass für sie die Personalsuche in diesem Jahr schwierig war. Man stellt allgemein im Hotel- und Gastgewerbe einen Personalmangel fest und für die Hütten ist das aufgrund der schwierigen Erreichbarkeit und der steigenden Ansprüche der Bewerber nochmals um einiges schwerer.

„Es besteht ein dringender Handlungsbedarf bei der Erreichbarkeit der Hütten. Will man auch in Zukunft die hohen kulinarischen Standards und die Gastfreundschaft auf den Hütten erhalten, so müssen wir von Lieferanten, Handwerkern und auch vom Personal einfacher erreicht werden. Dies kann z. B. über die gesetzlich besser geregelte Nutzung der Materialbahnen oder die Förderung von anderen Möglichkeiten der Erreichbarkeit über Zufahren oder in der Luft erreicht werden“, meint Perathoner.

Weitere Details der Umfrage werden im Rahmen der jährlichen Vollversammlung am 21. November vorgestellt.

stol