Donnerstag, 29. Juni 2017

H&M wieder im Aufwind

Zusätzliche Filialen und ein Sparkurs zahlen sich für den schwedischen Modekonzern H&M aus. Der Gewinn stieg im zweiten Quartal um 10 Prozent auf 7,71 Milliarden schwedische Kronen (788,5 Mio. Euro), wie die Nummer zwei in Europa nach der Zara-Mutter Inditex am Donnerstag mitteilte.

H&M machte im zweiten Quartal 2017 wieder mehr Gewinn.
H&M machte im zweiten Quartal 2017 wieder mehr Gewinn. - Foto: © shutterstock

Analysten hatten mit einem weitaus geringeren Plus gerechnet. An der Börse kamen die Zahlen gut an: Die Aktie legte um mehr als 3 Prozent zu. Die Schweden hinken trotz des Gewinnanstiegs dem spanischen Marktführer hinterher.

Inditex schaffte zuletzt ein Plus von 18 Prozent, unter anderem dank des Ausbaus des Online-Geschäfts.

Zu schaffen machten H&M Abschreibungen, weil Bekleidung aus der Wintersaison in den Lagern liegen blieb. „Das Geschäft in Großbritannien, Skandinavien und Osteuropa sowie in einigen Wachstumsmärkten war gut“, sagte H&M-Chef Karl-Johan Persson.

In den USA, China, den Niederlanden und der Schweiz sei es dagegen schlechter gelaufen. Auch für das laufende Sommerquartal sei mit Abschreibungen auf Lagerbestände zu rechnen.

Die Umsätze stiegen dank eines starken Wachstums im Onlinegeschäft von Anfang März bis Ende Mai um 10 Prozent auf knapp 51,4 Milliarden schwedische Kronen (rund 5,3 Milliarden Euro) zu, wie H&M am Donnerstag in Stockholm mitteilte.

Unter dem Strich verdiente der Konzern rund 6 Milliarden Kronen, nach 5,36 Milliarden Kronen ein Jahr zuvor.
Die Schweden hatten sich erst Anfang 2017 neue Wachstumsziele gesetzt und wollen ihren Umsatz – Währungsschwankungen herausgerechnet – jährlich um 10 bis 15 Prozent steigern. Ein verstärkter Fokus auf das Onlinegeschäft soll hierzu wesentlich beitragen.

In einigen Märkten macht der Anteil der Onlineverkäufe nach Unternehmensangaben mittlerweile bis zu 30 Prozent am gesamten Umsatz aus.

apa/reuters/dpa

stol