Donnerstag, 29. März 2018

Hohe Zuschüsse für kleine Skigebiete

Am Donnerstag wurde in Deutschnofen im Rahmen einer Pressekonferenz die Bedeutung der kleinen Skigebiete und Dorfskilifte für Südtirols Bevölkerung und den Tourismus hervorgehoben. Gleichzeitig wurden auch die neuen Förderrichtlinien für Skigebiete erläutert, die am 13. März beschlossen wurden.

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Symbolfoto - Foto: © shutterstock

Sie betreffen die Investitionen in Beschneiungsanlagen, Pistenfahrzeuge, Beleuchtung, Sicherheitsnetze, Speicherbecken und überdachte Parkplätze, welche die Landesabteilung Wirtschaft bezuschusst. Jene für die Aufstiegsanlagen hatte die Landesregierung im vergangenen November beschossen. Diese Mittel dafür kommen von der Landesabteilung Mobilität.

Die Direktorin der Landesabteilung Wirtschaft, Manuela Defant, ging auf die neuen Förderkriterien für jene Investitionen ein, die nicht die Aufstiegsanlagen selbst betreffen. Rund 11,5 Millionen Euro betrugen die Förderzuschüsse der Landesabteilung Wirtschaft im Jahr 2017, 8,5 Millionen Euro waren es im Jahr 2016.

Rund 90 Prozent davon betrafen Beschneiungsanlagen. Auch für diese Investitionen erhalten die Dorflifte wie Deutschnofen und Kleinstskigebiete wie Reinswald oder Jochgrimm (Kategorie A) die höchsten Fördersätze, nämlich 80 Prozent. Die zugelassenen Höchstsätze für Investitionen betragen 250.000 Euro.

Schneereiche Winter keine Selbstverständlichkeit

„Diese Investitionen sind wichtig. Auch die kleinen Skigebiete müssen vorbereitet sein, wenn ein Winter mal nicht so schneereich ist wie in diesem Jahr“, unterstrich Defant. Das Land Südtirol habe sehr viel in die Skigebiete investiert, „die zur Verfügung stehenden öffentlichen Mittel werden aber nicht mehr. Daher war es notwendig, die Fördersätze anzupassen, damit die Mittel effizient eingesetzt werden. Auch müssten die Investitionen zeitlich gestaffelt werden, damit sie finanzierbar bleiben“, erklärte Defant.

Die Fördersätze für die Skigebiete der Kategorie B, also Skigebiete, die nicht im internationalen Wettbewerb stehen, wie beispielsweise Meran 2000, Ulten, Plose, sind ab 2018 auf 60 Prozent festgelegt worden, berücksichtigt werden Investitionen bis maximal 500.000 Euro.

Die Kategorien C1, C2 und C3 umfassen Skigebiete, die im internationalen Wettbewerb stehen und bislang mit 35 Prozent bezuschusst wurden. Die mittleren bis kleinen Skigebiete (C1) wie Sulden oder Karersee, können nunmehr mit einem Zuschuss von 30 Prozent rechnen, die mittelgroßen (C2) wie Obereggen und die Seiseralm 15 Prozent – immer mit einem Investitionshöchstsatz von 500.000 Euro. Die großen (C3, wie Kronplatz oder Gröden) erhalten keinerlei Förderung mehr, außer die Investitionen sind für Randgebiete des Skigebiets vorgesehen.

Tourismus: Plus 9 Prozent im Winter

Landeshauptmann Arno Kompatscher ging zum Abschluss kurz auf die ausgezeichnete Wintersaison ein. „Wir sollten uns darüber freuen können“, sagte er.

Obwohl noch nicht alle Daten des Februars eingegangen sind, haben die Ankünfte diese Winters nämlich jetzt schon um 7,4 Prozent zugelegt, während die Nächtigungen sogar um mehr als 9 Prozent höher liegen als im vergangenen Jahr. Auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in diesem Winter hat wieder leicht zugenommen – von 4,19 Nächte auf 4,25 Nächte.

lpa

stol