Das erklärten der französische Präsident François Hollande und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch nach gemeinsamen Beratungen beider Regierungen in Paris. Im Gespräch ist nun eine stufenweise Einführung.Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) hatte indes gestern in Brüssel durchblicken lassen, dass die Finanztransaktionssteuer wohl erst 2016 kommen werde. Für 2014 und 2015 seien keine Einnahmen aus einer solchen Steuer im Budget enthalten.Zumindest ein erster SchrittDie deutsche Kanzlerin Merkel betonte am Mittwoch, auch wenn es vor der Europawahl vielleicht nur einen ersten Schritt geben sollte, wäre es ein „wichtiges Signal“ an die Bürger. „Damit sie einfach merken, auch Finanzakteure haben ihre Verantwortung in dem Modell der sozialen Marktwirtschaft“, sagte Merkel.Hollande betonte, man müsse sehen, ob die Umsetzung Schritt für Schritt erfolge. Entscheidend sei, dass die Steuer überhaupt komme.Es sei besser, eine nicht perfekte Steuer zu haben, als eine perfekte, die ewig brauche, sagte Hollande. Einige der elf beteiligten EU-Länder lehnen ein Stufenmodell jedoch ab.Umstritten ist, auf welche Transaktionen die Abgabe erhoben werden soll. Auch muss geklärt werden, ob die Steuer dort anfällt, wo der Sitz des Finanzinstituts ist, oder wo die Papiere auf den Markt gebracht werden. Denkbar ist eine Kombination.apa/dpa