Mittwoch, 10. Juni 2020

Hotel Masatsch: Möglichkeiten für die Zukunft werden analysiert

Die Lebenshilfe hat im Zusammenhang mit der Zukunft des Hotel Masatsch den HGV mit einer Unternehmensanalyse beauftragt, um die Möglichkeit einer Wiederöffnung zu bewerten.

Budgetprobleme hatten im Mai eine Schließung des Inklusionshotels nötig gemacht.
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Budgetprobleme hatten im Mai eine Schließung des Inklusionshotels nötig gemacht. - Foto: © Lebenshilfe
Nach der Schließung des Inklusionshotels Masatsch in Oberplanitzing Anfang Mai stand die offene Frage nach der Zukunft der Einrichtung im Raum. Sowohl Landespolitik und Landesverwaltung wie auch die lokalen Tourismusvereine zeigten sich sogleich an einer möglichen Lösung interessiert, die auf eine Weiterführung oder einen Neustart hinauslaufen würde.

Auch die Lebenshilfe selbst, welche die Schließung besonders bedauerte, erklärte sich nach ihrer Entscheidung für diesen Schlussstrich bereit, sich an allen weiterführenden Gesprächen über die Zukunft des Hotels zu beteiligen. In diesem Zusammenhang organisierte sie eine Zusammenarbeit mit der Abteilung Unternehmensberatung des HGV, die den Auftrag zu einer tiefgreifenden Recherche übernahm.

Die Inhalte dieser gerade in Durchführung befindlichen Recherche bestehen in einer Zahlenanalyse mit anschließender Bewertung der Zielsetzungen, einer Analyse bestehender und eventueller neuer Potenziale, einer Umfeldanalyse, einer Zielgruppenanalyse sowie einer abschließenden und sämtliche bis dahin erarbeiteten Ergebnisse berücksichtigenden Formulierung einer 5-Jahres-Strategie. Die Lebenshilfe selbst begleitet diese Recherche mit der Bereitstellung aller erforderlichen Inputs.

„Sollte die Recherche das Resultat zeitigen, dass unter neuen Voraussetzungen eine kostendeckende Führung des Hotel Masatsch als Inklusionshotel im doppelten Sinn, nämlich sowohl als Ort der Arbeitsinklusion für Menschen mit Beeinträchtigung wie auch als Ort des barrierefreien Urlaubs, realistisch ist, wird sich die Lebenshilfe mit der veränderten Gesamtsituation auseinandersetzen und eine Neubewertung vornehmen“, schreibt die Lebenshilfe in einer Aussendung.

Grund für die Schließung des Hotels im Mai seien Budgetprobleme gewesen, die sich mit der aktuellen Covid-19-Krise in einem Maß zugespitzt hätten, dass die Kosten für die Führung des Hotels trotz Unterstützung der Autonomen Provinz Bozen nicht mehr gestemmt werden konnten.

pho