Donnerstag, 15. November 2018

Hugo Boss will mit Online-Geschäft Wachstum ankurbeln

Der Modekonzern Hugo Boss setzt bei seinen Wachstumsplänen vor allem auf das Onlinegeschäft und den Ausbau der Aktivitäten in Asien. Als Ziel nannte Vorstandschef Mark Langer am Donnerstag: „Wir wollen schneller wachsen als der Markt und unser Gewinn soll sich deutlich besser entwickeln als unser Umsatz.“

Bei Boss sorgten zuletzt Rabattschlachten für Gewinneinbußen.
Bei Boss sorgten zuletzt Rabattschlachten für Gewinneinbußen. - Foto: © APA/DPA

Bis 2022 plane er, den Umsatz währungsbereinigt im Schnitt um 5 bis 7 Prozent zu steigern und die operative Ergebnismarge auf 15 Prozent zu erhöhen. Das wäre ein Plus von knapp 3 Prozentpunkten.

Dabei solle unter anderem das Onlinegeschäft für Rückenwind sorgen, dessen Umsatz sich in den kommenden 4 Jahren vervierfachen soll. Er sei zudem sicher, dass Boss in Asien – vorrangig in China – noch erhebliches Wachstumspotenzial hat, ergänzte Langer. Er peile in der Region bis 2022 ein jährliches Wachstum im zweistelligen Prozentbereich an, so dass der Umsatzanteil von Asien auf 20 Prozent von derzeit rund 15 Prozent zulegen wird.

Asiens Geschäfte haben sich gemausert

Bei Boss sorgten zuletzt Rabattschlachten für Gewinneinbußen. Im dritten Quartal sank der operative Gewinn vor Sondereffekten um 12 Prozent auf 126 Millionen Euro. Der Umsatz legte währungsbereinigt lediglich um ein Prozent auf 710 Millionen Euro zu. Während die Geschäfte in Europa wetterbedingt schleppend verliefen, hätten sie sich in Asien robust entwickelt, hieß es vergangene Woche. Um den digitalen Vertrieb, der im Quartal um 40 Prozent zulegte, weiter auszubauen, vereinbarte Langer mit Zalando eine engere Kooperation.

apa/reuters 

stol