Samstag, 16. Juli 2016

Hypo Italien: Proteste gegen Liquidation geplant

Die Mitarbeiter der Ex-Hypo-Italien-Tochter in Udine haben am Freitagabend für ein Dokument gestimmt, mit dem sie sich verpflichten, Initiativen der Gewerkschaften zur Abwendung einer Auflösung und Zerstückelung des Geldhauses zu unterstützen. Auch Protestkundgebunden, mit denen der Öffentlichkeit die Situation der Bank bekannt gemacht werden soll, sind geplant.

Symbolbild.
Symbolbild. - Foto: © shutterstock

Über die Zukunft der Bank wird seit Mai im Industrieministerium in Rom beraten. Die Gewerkschaften drängen dazu, den geplanten Abbau von 157 der 297 Jobs zu stoppen. Die Gewerkschaften sprachen sich gegen eine Zerstückelung des Kreditinstituts aus. Sie befürchten, dass die Bank bis Ende 2018 aufgelöst werden könnte. Die Bank hat 26 Filialen.

Die ehemalige Hypo Italien (heute HBI) gehört seit Herbst 2014 nicht mehr der staatlichen Heta (vormals Hypo Alpe Adria), sondern einer eigenen ebenfalls staatlichen österreichischen HBI Bundesholding.

In der HBI-Abwicklungsvorgabe ist nun die Rede davon, das die italienische Bank schrittweise bis Ende 2018 „wertschonend“ zusammengeschrumpft wird, um ihre Schulden (namentlich bei der Heta) zu tilgen. Ein Asset-Stripping in Italien käme für die Österreicher letztlich billiger als andere Optionen.

apa

stol