In einer Stellungnahme zum Genehmigungsverfahren habe die EU-Kommission ob einer möglichen Wettbewerbsverzerrung Bedenken geäußert, zitierte die „Tiroler Tageszeitung“ Hypo-Vorstandsvorsitzenden Markus Jochum in ihrer Mittwochsausgabe.Die EU habe mitgeteilt, dass die Kapitalspritze, die über vorgezogene Dividenden des Landesenergieversorgers Tiwag finanziert werden soll, als Beihilfe gewertet werden könnte.Die Hypo-Führung wolle Mitte März selbst bei der EU-Kommission vorsprechen. „Wir gehen davon aus, dass die Kapitalzufuhr keine wettbewerbsverzerrende Beihilfe ist und können in diesem Zusammenhang auch auf Beispiele anderer Banken verweisen“, erklärte Jochum gegenüber der Zeitung.Der Hypo-Vorstandsvorsitzende zeigte sich optimistisch, dass die Kommission letztlich grünes Licht geben werde.Anfang Dezember war bekanntgeworden, dass die Hypo Tirol in ihrem Italien-Geschäft Kreditausfälle bis zu 120 Millionen Euro hinnehmen muss. Die Bank sieht sich bei Teilen der Ausfälle als Betrugsopfer und erstattete Anzeige bei der Finanzmarktaufsicht (FMA). Durch die hohen Wertberichtigungen musste das Land Tirol der Bank abermals unter die Arme zu greifen.Im Dezember wurde im Landtag eine Kapitalspritze über 230 Mio. Euro beschlossen. Mittlerweile nahm auch die Korruptionsstaatsanwaltschaft Ermittlungen auf. apa