Mittwoch, 27. März 2019

„Ich hätte gegen Artikel 13 gestimmt“

Der Südtiroler EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann zeigt sich überrascht, dass die Urheberrechts-Reform ohne Abänderung genehmigt worden ist. Diese Reform sei aber kein „Mord am Internet“, wie viele User nun proklamieren. „Ich denke, dass der Endnutzer am Ende relativ wenige Auswirkungen der Urheberrechtsreform spüren wird“, erklärt Dorfmann im Interview mit dem Tagblatt „Dolomiten“.

EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann hätte gegen Artikel 13 gestimmt. - Foto: D
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EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann hätte gegen Artikel 13 gestimmt. - Foto: D

„Dolomiten“: Das EU-Parlament hat am Dienstag die Urheberrechtsreform ohne Abänderung genehmigt. Unerwartet?

Herbert Dorfmann: Ja, ich bin überrascht. So wie ich die Stimmung in den vergangenen Tagen eingeschätzt hatte, war ich davon ausgegangen, dass Abänderungsanträge zugelassen werden. Dem war nicht so. Die Zulassung von Abänderungsanträgen wurde  mit 317 zu 312 Stimmen abgelehnt.

„D“: Besonders umstritten ist der Artikel 13 bzw. 17 dieser Reform. Auch Sie sind nicht glücklich mit dem Artikel in der aktuellen Fassung?

Dorfmann: Das stimmt. Ich hätte, wenn es möglich gewesen wäre, gegen den Artikel 13 in der jetzigen Form gestimmt. Man hätte sich meiner Meinung nach die Zeit nehmen sollen, um eine bessere Lösung zu finden. Man sollte den Aufschrei der Internet-Community schon ernst nehmen.

D/sor

Das gesamte Interview mit Herbert Dorfmann lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe der „Dolomiten“. Tagblatts "Dolomiten".

stol