Donnerstag, 26. August 2021

IDM: Neuer Trend „Workation“ kommt nach Südtirol

Fern von zuhause arbeiten – mit atemberaubendem Blick auf Südtirols Bergspitzen, Seen oder Städte: Das ist das Angebot, das IDM Südtirol in einer Offensive für Menschen aus aller Welt lanciert, die nicht an einen bestimmten Arbeitsplatz gebunden sind. Damit greift IDM den aktuellen „Workation“-Trend auf – also die Mischung zwischen Work (Arbeit) und Vacation (Urlaub) - und bietet Interessierten auf einer eigenen Landingpage und mittels Welcome Desk gezielte Informationen und persönliche Hilfestellung.

Die IDM sieht „Workation“ als neue Chance für Südtirol.
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Die IDM sieht „Workation“ als neue Chance für Südtirol. - Foto: © MANUEL FERRIGATO
Bei der Initiative arbeitet man eng mit „Südstern“ zusammen, dem Netzwerk der Südtiroler im Ausland, über dessen Kontakte man gezielt potenzielle „Workationer“ aus entfernteren Ländern anspricht. Diese neue Zielgruppe ist vor allem durch eine lange Aufenthaltsdauer und spannende Networking-Möglichkeiten für die Südtiroler Wirtschaft interessant und kann zudem zu einer besseren Auslastung der Randsaisonen beitragen.

Schon vor der Pandemie haben viele Menschen die Möglichkeiten des Smart Working für sich entdeckt, bei dem sie ihren Arbeitsplatz auch für längere Zeit an einen beliebigen Ort verlegen können. Seit den Lockdowns ist diese Art der Fernarbeit für viele Unternehmen wie etwa den Streamingdienst Spotify, das IT-Unternehmen Hewlett Packard oder den Softwarekonzern SAP zum Standardangebot geworden.

Mitarbeiter können somit entscheiden, Urlaub und Arbeit miteinander zu verknüpfen und so interessante neue Orte zu entdecken und neue Erfahrungen zu sammeln, während sie gleichzeitig effizient vom Urlaubsort aus weiterarbeiten. Auch viele selbständig Tätige greifen heute gerne auf diese Möglichkeit zurück.

„Hier tut sich eine interessante Chance für Südtirol auf, denn wir wissen aus Studien, dass Destinationen wie Südtirol mit einem Mix aus einzigartiger Natur und modernem Lebensstil mit sehr guter Infrastruktur und hochstehendem kulinarischen Angebot von „Workationern„ besonders gesucht werden“, sagt IDM-Marketingdirektor Wolfgang Töchterle.

„Für Südtirol wiederum heißt das, dass wir eine neue, zum Großteil sehr zahlungskräftige Zielgruppe ansprechen, die sich je nach Herkunftsland wochen- oder sogar monatelang hier aufhält und die lokalen Infrastrukturen und Dienstleistungen beansprucht. Und das vor allem in den Randsaisonen,“ so Töchterle weiter.

Da vorwiegend Einzelpersonen und nicht ganze Unternehmen durch dieses Angebot angezogen werden, würden diese mit ihrem Job auch ihr Netzwerk nach Südtirol mitbringen, von dem auch die heimische Wirtschaft profitieren könnte: „Der “Workationer„ ist kein einsamer Arbeiter im Hotelzimmer. Er möchte sich mit Gleichgesinnten verbinden und austauschen und sucht den Kontakt zur lokalen Szene. Deshalb ist die Nähe von Unterkunftsbetrieben, die selbstverständlich über essentielle Services wie performantes WLAN oder einen Wäschereiservice verfügen müssen, zu Coworking-Spaces wichtig“, so Töchterle.

Interessantes Angebot für junge Zielgruppe

Gerade jüngere Talente wie die sogenannten Millennials sind sehr an dieser Art des Arbeitens interessiert, die den Horizont stark erweitere, weiß „Südstern“-Mitglied Alex Nigg. Der gebürtige Meraner ist CEO des Start-ups „Properly“, das Anbieter von Ferienunterkünften über eine Online-Plattform mit für ihre Arbeit wichtigen Dienstleistern zusammenbringt und Mitarbeiter in den USA, Indien, Spanien, Tschechien, Italien, Neuseeland, auf den Philippinen und in Südtirol hat.

„Wir beschäftigen Menschen, die von allen Teilen der Welt aus arbeiten. Die modernen Kommunikationstechnologien machen das möglich, und für viele vor allem jüngere Mitarbeiter ist zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten mittlerweile essentieller Bestandteil ihres Arbeitsmodus“, erklärt Nigg. Gerade in der Technologiebranche sei der Trend zum Smart Working sehr stark, und viele Menschen in dieser Szene würden sich nach einem Arbeitsambiente sehnen, wie es Südtirol zu bieten hat. „Wir als „Südsterne„ sind hier ein wichtiger Hebelpunkt, weil wir das Land natürlich schon kennen und schätzen und unser Netzwerk nutzen können, um dort die Destination ins rechte Licht zu setzen und auf dieses Angebot hinzuweisen“, so Nigg.

Landingpage mit wichtigen Infos zu „Workation“

Letzteres hat sich auch IDM zur Aufgabe gemacht, indem sie eine eigene Landingpage mit den wichtigen Infos für „Workationer“ konzipiert hat, die vor Kurzem online gegangen ist. Dort gibt es Infos zu Themen wie Unterkunftssuche, Coworking-Spaces in Südtirol, Versicherungen, rechtliche, steuerliche und gesundheitliche Belange oder auch zu Südtirols Sprache und Kultur und zum Erlebnis Südtirol.

Zusätzlich wurde ein Welcome Desk bei IDM installiert, der „Workationern“ telefonisch oder per E-Mail Hilfestellung gibt bei allen Fragen, die rund um einen „Workation“-Aufenthalt in Südtirol auftauchen können. Eine Online-Kampagne in den sozialen Medien und Google macht in den Kernmärkten Deutschland, Österreich, Schweiz und in Italien Interessierte, die für mehrere Tage oder auch in der Gruppe ins Land kommen könnten, auf Südtirol als „Workation“-Destination aufmerksam. Die Zielgruppe aus weiteren Ländern wie Vereinigte Staaten, Benelux oder Skandinavien – vorwiegend Personen aus der Technologiebranche, für die längerfristige Aufenthalte von Wochen oder Monaten interessant sind - wird hingegen über das Netzwerk von „Südstern“ erreicht.

Im Herbst folgt dann ein so genanntes „Workation Popup Event“ im Vorfeld des Merano WineFestival. Ziel dieser „WineWorkation“ ist es, Besucher des WineFestival bereits einige Tage vorher ins Land zu locken, um hier zu arbeiten und sich bei verschiedenen Events und organisierten Touren miteinander zu vernetzen. Die Daten und Ergebnisse aller Aktivitäten zum Thema werden Ende des Jahres ausgewertet. Bei einem positiven Abschluss der Testphase soll das Gelernte in weitere Aktivitäten fließen, welche entsprechend schon im Frühjahr folgen sollen.

stol

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