Freitag, 23. Oktober 2015

IDM: "Südtirol zum begehrtesten Lebensraum Europas machen"

40 Millionen Euro in drei Jahren schwer und 170 Mitarbeiter stark: Wie STOL bereits im Vorfeld berichtete, wird es für Standort-Marketing, Tourismusmarketing, Innovation und Technologietransfer und Export-Unterstützung in Südtirol künftig einen einzigen Ansprechpartner geben – die IDM Südtirol - Alto Adige. Am Freitag wurden der Sonderbetrieb und seine Ziele offiziell vorgestellt.

Präsentierten den neuen Sonderbetrieb (v.l.): Handelskammerpräsident Michl Ebner, Landeshauptmann Arno Kompatscher, IDM-Generaldirektor Hansjörg Prast.
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Präsentierten den neuen Sonderbetrieb (v.l.): Handelskammerpräsident Michl Ebner, Landeshauptmann Arno Kompatscher, IDM-Generaldirektor Hansjörg Prast. - Foto: © STOL

"Die Konkurrenz wird größer, die Budgets müssen noch effektiver eingesetzt werden. Wenn Südtirol wettbewerbsfähig bleiben will, müssen wir alle Kräfte und Mittel im Sektor Wirtschaft vereinen und straff bündeln. Das gelingt am besten, indem wir alle Dienstleistungen unter einem Dach zusammenfassen", begründet Landeshauptmann Arno Kompatscher den Schritt.

Das Arbeitsprogramm für die nächsten drei Jahre ist gerade im Entstehen, für die operative Arbeit steht der Organisation 2016 ein Budget von etwa 40 Millionen Euro zur Verfügung. STOL hatte bereits am Donnerstagabend über den neuen Namen und die Posten berichtet (STOL hat berichtet)

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Land Südtirol 60 Prozent - Handelskammer 40 Prozent

Das Abkommen zum Betrieb besagt, dass das Land Südtirol 60 Prozent und die Handelskammer 40 Prozent des Sonderbetriebs halten werden.

"IDM generiert und sammelt Ideen für die lokalen Unternehmen und gemeinsam mit ihnen, hilft diese Ideen weiterzuentwickeln sowie umzusetzen und sorgt dann dafür, dass das Endprodukt Sichtbarkeit bekommt", so fassen die beiden Vertreter der Eigentümer, Landeshauptmann Arno Kompatscher und Handelskammerpräsident Michl Ebner, die Aufgaben der neuen Gesellschaft zusammen. 

Gemeinsam fitter für die Märkte werden

Miteigentümer und Handelskammerpräsident Michl Ebner erklärt dazu: "Südtirols Unternehmen brauchen einen starken Partner an ihrer Seite. Der neue Sonderbetrieb kann ihnen durch noch effizientere Dienstleistungen helfen, fitter für die Märkte zu werden. Zudem ist durch zwei Beiräte gewährleistet, dass sich die Wirtschaft direkt in die Arbeit der IDM einbringen kann."

Südtirols Unternehmen wettbewerbsfähiger und das Land zum begehrtesten Lebensraum Europas machen: Das ist das Ziel von IDM, niedergeschrieben im Leitsatz der Organisation.

"Erreichen wollen wir das durch kundenorientierte Dienstleistungen in den Bereichen Innovation, Export und Investment-Promotion. Zudem soll unser Sonderbetrieb die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts maßgeblich mitlenken und Südtirol und seine Produkte effizient vermarkten", sagt Hansjörg Prast, der designierte Generaldirektor der IDM.

Markt und Unternehmen als Zielgruppen

Somit habe IDM zwei große Zielgruppen: Einerseits die Zielgruppen am Markt, also z.B. potenzielle Südtirol-Urlauber oder Unternehmen, die sich am Wirtschaftsstandort Südtirol ansiedeln wollen, andererseits die Südtiroler Unternehmen, welche die Dienstleistungen von IDM nutzen werden.

Ein Betrieb - 170 Mitarbeiter 

Insgesamt wird IDM Südtirol - Alto Adige etwa 170 fest angestellte Mitarbeiter haben. Seinen Sitz hat der Sonderbetrieb am Pfarrplatz im jetzigen Sitz der SMG. Die einzelnen Abteilungen werden auf die derzeitigen Räumlichkeiten von EOS, SMG, TIS und Handelskammer aufgeteilt, mittelfristig soll es aber einen einzigen Sitz geben, mit einer Außenstelle im künftigen Technologiepark.

Die Satzung des Sonderbetriebes sieht einen sechsköpfigen Verwaltungsrat vor, der sich aus Vertretern der Wirtschaft zusammensetzt. Vier Verwaltungsräte werden dabei vom Land ernannt, zwei von der Handelskammer. Den Vorsitz wird eine Präsidentin oder ein Präsident haben. 

stol/lpa

stol