Donnerstag, 10. November 2016

IEA: 2017 wird weiteres Jahr mit Öl-Überangebot

Dem Ölmarkt droht der Internationalen Energieagentur zufolge auch 2017 ein Überangebot. Ohne eine Förderkürzung der OPEC dürften die Lagerbestände wachsen und der Preis weiter unter Druck geraten, hat die IEA am Donnerstag erklärt. Denn die Produktion von Ölförderstaaten, die nicht dem Kartell angehören wie Russland, Brasilien, Kanada und Kasachstan, werde nächstes Jahr wohl wieder steigen.

Dem Ölmarkt droht der Internationalen Energieagentur zufolge auch 2017 ein Überangebot.
Dem Ölmarkt droht der Internationalen Energieagentur zufolge auch 2017 ein Überangebot. - Foto: © shutterstock

„Das bedeutet, dass 2017 ein weiteres Jahr mit einem massiven weltweiten Überangebot ähnlich wie 2016 werden könnte.“ Zumal wegen der mauen Weltwirtschaft und der Konjunkturabkühlung in China und Indien kaum mit einer anziehenden Nachfrage zu rechnen sei.

Ende November trifft sich OPEC

Damit komme dem Treffen der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) Ende November in Wien eine besondere Bedeutung für die Stabilisierung des Ölmarktes zu, erklärte die Agentur, die Industrieländer in Energiefragen berät. Angesichts der Differenzen unter den OPEC-Staaten wuchsen allerdings zuletzt die Zweifel, dass es zu einer Einigung auf eine Förderkürzung kommt.

Der Ölpreis hat sich wegen des Überangebots seit Mitte 2014 in etwa halbiert.

apa/reuters

stol