<BR /> Den Heiligkreuzkofel, die Marmolata und den Peitlerkofel haben Manfred Miribung (39), seiner Frau Erica (34) und die Kinder Markus (10), Patrick (6) und Dominik (3) direkt vor der Haustür, wenn sie voraussichtlich im Herbst in ihr neues Zuhause einziehen werden. Derzeit wird an dem Wohnhaus neben dem Wirtschaftsgebäude noch gearbeitet. Stall und Stadel hat Manfred Miribung vor 5 Jahren dort neu aufgebaut, seither wird Milch an die Mila geliefert. Derzeit sind es rund 240 Liter am Tag – immer von Top-Qualität, wie die Plaketten für die besten Milchlieferanten an der neuen Stalltür beweisen. <BR /><BR />Zum zweiten Mal in Folge hat ihn der Sennereiverband nun für die landesweit beste Milch ausgezeichnet. Was sein Geheimnis ist? Das weiß er selbst nicht so genau, „es ist einfach passiert“, lacht der Bauer.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1028151_image" /></div> <BR /><BR />Jedenfalls steckt jede Menge Arbeit und Mühe dahinter. Der Hof weist 107 Erschwernispunkte auf. Das sieht man an den Wiesen, die durchwegs sehr steil sind. 5 Hektar sind in Miribungs Besitz und zusätzliche 10 Hektar werden gemäht. Viel ist mit den modernen Maschinen machbar, oft braucht es aber auch jede verfügbare helfende Hand. Weil die Familie derzeit nicht am Hof, sondern in St. Martin in Thurn lebt, pendelt der Bauer jeden Tag zu seinen 10 Kühen und 8 Jungtieren, dann bringt er die Milch an die Sammelstelle und fährt zu den Seilbahnen in Kolfuschg, wo er ganzjährig arbeitet. Am Abend geht es wieder zurück, zuerst in den Stall und zur Baustelle des Wohnhauses, dann nach Hause zu Frau und Kindern. Von 4 Uhr morgens bis 21 Uhr abends ist er auf den Beinen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1028154_image" /></div> <BR /><BR />Zur ohnehin schon vielen Arbeit am Hof und bei der Seilbahn kommen die Sorgen um die 20 Hektar Waldfläche dazu. Der Großteil davon ist dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen, erzählt Manfred Miribung, nur teilweise konnte das Schadholz aus den steilen Waldhängen gebracht werden. <BR /><BR />Auch wenn die Wiesen steil, die Arbeit schwer und ein gemeinsamer Familienurlaub ein Fremdwort für die Miribungs ist, bereut haben sie ihren Neustart an der vom Cousin seiner Großmutter geerbten Hofstelle nie. Und wenn im Herbst der Umzug in das Wohnhaus ansteht, dann schlagen Manfred, Erica, Markus, Patrick und Dominik wieder ein neues Kapitel ihrer Familiengeschichte auf. <BR /><h3> Wie man bester Milchlieferant wird</h3> Der Sennereiverband zeichnet jene Milchlieferanten mit einer Jahresplakette aus, die monatlich die Superklasse erreichen. Dafür gelten folgende Kriterien bei der Milchqualität: <BR /><BR /><b>- Keimzahl</b>: kleiner/gleich 50.000 Keime/ml <BR /><b>- Zellzahl</b>: kleiner/gleich 250.000 Zellen/ml <BR /><b>- Hemmstoff</b>: Alle Hemmstoffproben des Monats müssen negativ sein. <BR /><b>- Gefrierzahl</b>: Der monatliche arithmetische Mittelwert der 2 tiefsten Gefrierzahlwerte muss größer/ gleich 51,5 sein.<BR /><BR />Diese Kriterien haben im Vorjahr 2015 Lieferanten – 49 Prozent aller Lieferanten – erreicht. Aus diesen wird der Landesbeste ermittelt. Dafür erhält jeder 100 Punkte. Abhängig von der Höhe der Keim- und Zellzahl werden Punkte abgezogen. Je niedriger die Keim- und Zellzahl, desto weniger Punkte sind es. Wer die höchste Punktezahl hat, wird zum landesbesten Lieferanten gekürt. <BR /><BR />Der Milchpreis, den der Bauer erhält, orientiert sich an den genannten Parametern sowie an den Inhaltsstoffen (Fett und Eiweiß).