Mittwoch, 25. März 2015

Ikea ist out, der Tischler ist wieder in

"Aufgrund des zunehmenden Qualitätsbewusstseins kehren Konsumenten den kurzlebigen Billigprodukten wieder verstärkt den Rücken und entscheiden sich mehr und mehr für regionale und nachhaltige Produkte", hieß es bei der Jahresversammlung der Tischler im lvh. Diese sind bemmüht, die Marke des Südtiroler Tischlers vermehrt in der Öffentlichkeit zu platzieren.

"Südtiroler Tischler bieten hochwertige Produkte und erstklassige Dienstleistungen zu fairen Preisen", hieß es bei der Jahresversammlung der Tischler im lvh.
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"Südtiroler Tischler bieten hochwertige Produkte und erstklassige Dienstleistungen zu fairen Preisen", hieß es bei der Jahresversammlung der Tischler im lvh. - Foto: © STOL

Das Südtiroler Tischlerhandwerk hat sein hohes Qualitätsniveau aufgrund der sehr guten Aus- und Weiterbildung erreicht. Auf diese Grundlage wollen die Tischler im lvh auch weiter aufbauen und ihr Qualitätsangebot vor allem der Südtiroler Bevölkerung bewusst machen.

Rund 60 Tischler trafen sich dazu im Berufsschulzentrum in Bruneck.

Die Konsumenten würden den kurzlebigen Billigprodukten wieder verstärkt den Rücken kehren und sich mehr und mehr für regionale und nachhaltige Produkte entscheiden, so der Obmann der Tischler im lvh Michael Gruber. 

Umso mehr müsse es gelinge, die Marke des Südtiroler Tischlers in der Öffentlichkeit zu platzieren. "Wir bieten hochwertige Produkte und erstklassige Dienstleistungen zu fairen Preisen“, so Gruber.

 

Michael Gruber, der Obmann der Tischler im lvh. Foto:lvh

Voraussetzung und Garant für die Qualitätsarbeit sei auch weiterhin die berufliche Bildung, die gleichzeitig zur Sicherung von Arbeitskräften diene.

„Wir müssen jetzt Vorarbeit leisten, damit wir uns in wenigen Jahren nicht in derselben Situation wie Deutschland heute befinden, wo es keine Fachkräfte mehr gibt“, so Gruber. Daher sei es notwendig den richtigen Zugang zu den Jugendlichen zu finden, um ihnen die Begeisterung und Leidenschaft für den kreativen und vielseitigen Tischlerberuf zu wecken. Eine gute Möglichkeit bieten hierbei Betriebspraktika, im Rahmen dessen die jungen Mädchen und Burschen einen Einblick in die Tätigkeit der Tischler erhalten.

„Wir Tischler wollen aber nicht nur ausbilden, sondern auch uns selbst weiterbilden“, erklärte der Tischlerobmann und kündigte verschiedene Weiterbildungsveranstaltungen über interne Prozessoptimierung, Inkassomanagement, einen mehrwöchiger Kurs mit Beratung im Betrieb zum Thema „Tischler räumt auf: Ordnung in der Werkstatt – Ordnung im Büro – Ordnung auf der Baustelle“ an.
Ganz im Sinne der Weiterbildung stand auch ein Fachvortrag über Formaldehyd mit dem Bausachverständigen für Innenhygiene Karl-Heinz Weinisch.
Ausklingen ließen die Tischler die Jahresversammlung bei einem geselligen Buffet.

stol

stol