Mittwoch, 06. März 2019

Im Klammergriff der Agro-Mafia

Die Mafia mischt in Italiens Landwirtschaft aktiv mit. Ihre Aktivität betrifft die gesamte Produktionskette, von der Herstellung über den Transport bis zum Vertrieb und den Verkauf, heißt es in einem Bericht des italienischen Bauernverbands Coldiretti, der Mitte Februar veröffentlicht worden ist. Das System hat in Italien längst einen eigenen Namen: Agro-Mafia. Der „WIKU“ gibt Einblick.

Das organisierte Verbrechen verdient an unseren Speisen mit: Das zeigt der jüngste Bericht des Bauernverbandes Coldiretti zur Kriminalität im Agrar- und Nahrungsmittelbereich.
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Das organisierte Verbrechen verdient an unseren Speisen mit: Das zeigt der jüngste Bericht des Bauernverbandes Coldiretti zur Kriminalität im Agrar- und Nahrungsmittelbereich. - Foto: © shutterstock

Die Agro-Mafia erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von 24,5 Milliarden Euro, was einem Plus von 12,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das sorgt nicht nur die Bauern. Auf staatlicher Ebene wurden nun Rufe nach strengeren Gesetzen laut.

Man müsse die Situation differenziert sehen, sagt Südtirols Bauernbund-Direktor Siegfried Rinner: „Es gibt bestimmte Zonen, in denen es nicht funktioniert, wie es sollte – auch, weil der Staat in diesen Gegenden abwesend ist. Wenn man als Reaktion darauf nun neue Gesetze macht, ist das für alle Betriebe eine zusätzliche Belastung. Diese Dinge muss man differenziert sehen und jene, die gut arbeiten, auch arbeiten lassen. Wer die bestehenden Gesetze nicht einhält, hält auch die neuen Gesetze nicht ein. Gestraft sind dann immer jene, die ohnehin gut arbeiten und gewissenhaft sind.“

Wie Südtirols Verbraucher und die hier ansässigen Betriebe vor den kriminellen Machenschaften geschützt werden, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des „WIKU“ am Mittwoch.

stol