Dadurch sollen kleinere Betriebe bei Ausschreibungen nicht außen vor bleiben. „Auch im Maßnahmenpaket der Regierung Monti war ein entsprechender Passus bislang enthalten. In der nun zur Abstimmung vorgelegten Version fehlt davon aber jede Spur“, kritisiert der Landesverband der Handwerker (LVH). „Das Gesetz sieht nur mehr eine Aufteilung von Aufträgen nach Baulosen vor, der Passus über die Gewerke wurde kurzerhand aus dem Gesetz gestrichen“, schimpft LVH-Präsident Gert Lanz.Für die Südtiroler Handwerksbetriebe sei das Festschreiben der Ausschreibung nach Gewerken in ein staatliches Gesetz unabdingbar. „Dies umso mehr, als für Ausschreibungen bekanntlich nur mehr die staatlichen Regeln gelten. Ansonsten bedeutet dies das Ende für die heimischen Handwerksbetriebe im öffentlichen Bereich“, erklärt Lanz.„Ohne eine Aufteilung nach Gewerken werden unsere Handwerksbetriebe auf absehbare Zeit von Ausschreibungen von Land und Gemeinden gänzlich ausgeschlossen sein“, so der LVH-Präsident.„Es kann nicht unser Interesse sein, dass Handwerksbetriebe nur mehr als Subunternehmen am Markt teilnehmen und vom Wohl oder Wehe einiger weniger Generalunternehmen abhängen.“ Der LVH fordert deshalb die Politik auf, bei öffentlichen Ausschreibungen die Klein- und Mittelbetriebe zu berücksichtigen und nicht zu übergehen. „Auf die Versprechen müssen endlich Taten folgen“, fordert Lanz.