<BR /><BR />Gut ausgebildete Mitarbeiter sind in Zeiten von Fachkräftemangel ein rares und wertvolles Gut. Entsprechend aufwendig gestaltet sich die Suche nach qualifiziertem Personal. Doch laut dem Arbeitsförderungsinstitut sollten Unternehmen neben der Rekrutierung auch das Potenzial im eigenen Haus nicht außer Acht lassen. <BR /><BR />Denn: 35 Prozent der Arbeitnehmer sind laut einer aktuellen Afi-Befragung überzeugt, anspruchsvollere Aufgaben übernehmen zu können, als sie derzeit ausüben. Der Wert steigt seit 2022 kontinuierlich. Besonders hoch ist dieser Anteil im öffentlichen Dienst (42 Prozent), im verarbeitenden Gewerbe (42 Prozent) und im Gastgewerbe (40 Prozent).<BR /><BR /><embed id="dtext86-72252296_quote" /><BR /><BR />„Es ist wichtig, dass Arbeitgeber erkennen, wie viel Potenzial oft schon im eigenen Betrieb schlummert – und dieses gezielt fördern“, betont Afi-Direktor Stefan Perini. „Weiterbildungen sind dafür ein zentraler Hebel.“<h3> Weiterbildung weit verbreitet – aber längst nicht überall</h3>Tatsächlich zeigt die Afi-Erhebung: Südtirols Arbeitnehmer sind grundsätzlich engagiert, wenn es um Weiterbildung geht. 76 Prozent haben in den vergangenen zwölf Monaten an internen Kursen oder Weiterbildungen teilgenommen. Doch ein Viertel der Befragten gab an, im letzten Jahr keine Schulung besucht zu haben.<BR /><BR />Ein Blick auf die Gründe zeigt, dass Weiterbildung nicht immer am fehlenden Interesse scheitert: 24 Prozent jener, die keine Kurse besucht haben, gaben an, dass ihre Teilnahme vom Arbeitgeber nicht genehmigt wurde.<BR /><BR />„Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels braucht es aber beides – gezielte Personalrekrutierung und die konsequente Förderung bestehender Mitarbeiter“, unterstreicht Perini.<h3> Soft Skills sind heute gefragt</h3>Im Rahmen des Afi-Barometers wurden die Arbeitnehmer auch gefragt, welche Fähigkeiten ihrer Meinung nach derzeit am meisten gefragt sind. An erster Stelle steht weiterhin die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit (25 Prozent). Auf den weiteren Plätzen folgen die Problemlösungsfähigkeit (22 Prozent) und Sprachkenntnisse (16 Prozent) – Letztere wohl auch beeinflusst durch den zweisprachigen Kontext Südtirols. Dahinter folgen Teamfähigkeit (14 Prozent), organisatorische Kompetenz (12 Prozent) und IT-Kenntnisse (11 Prozent).<BR /><BR />„Gerade die Fähigkeit, selbstständig Probleme zu lösen, wird von Arbeitnehmern zunehmend als entscheidend eingeschätzt“, erklärt der Afi-Direktor. Seit 2021 ist dieser Wert um sieben Prozentpunkte gestiegen – offenbar zulasten der Teamarbeit, die im selben Zeitraum sechs Prozentpunkte verloren hat.