Freitag, 27. März 2015

Immer weniger Bares: Rentner in Italien sind am stärksten belastet

Die italienischen Rentner haben wegen der Krise stark an Kaufkraft eingebüßt - und zwar 1.779 Euro pro Kopf. Das geht aus einem Bericht der Pensionistengewerkschaft SPI-CGIL hervor.

Die Kaufkraft der Rentner in Italien sinkt.
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Die Kaufkraft der Rentner in Italien sinkt. - Foto: © shutterstock

Im Zeitraum 2012 bis 2013 wurden Pensionen von über 1400 Euro nicht mehr valorisiert.

Dadurch sind 5,5 Millionen Pensionisten in den letzten Jahren 9,7 Milliarden Euro entzogen worden.

Sollte die Inflationsrate wieder auf über zwei Prozent steigen, wie Analysten vorhersehen, würden die italienischen Rentner weitere 3,6 Milliarden Euro einbüßen, was sich weiterhin negativ auf ihre Kaufkraft und den Konsum in Italien auswirken würde.

Der Konsumentenschutzverband Codacons unterstrich, dass Italiens Rentner europaweit am stärksten belastet seien.

Auch der hohe Steuerdruck nage an ihrer Kaufkraft. „Der Steuerdruck kürzt die Pensionen in Italien um bis zu 20 Prozent, in Deutschland sind es 0,2 Prozent, in Frankreich 5,2 Prozent und in Großbritannien 7,2 Prozent“, klagte Codacons-Präsident Carlo Renzi.

stol/mit

stol